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Costa-Rückkehr zum FC Bayern: Ein großes Missverständnis

Douglas Costa
Foto: imago images

Die Rückkehr von Douglas Costa zu den Bayern hat nicht wenige überrascht. So schien schon der erste Abgang des Brasilianers nicht ganz ruhmreich abgelaufen zu sein. Damals trat Uli Hoeneß noch einmal ordentlich nach, indem er sagte, dass dessen Mentalität den Bayern nicht gefallen hat. Nichts desto trotz präsentierte Hasan Salihamidzic den 30-jährigen am Deadline-Day an der Säbener Straße. so wirklich gelohnt hat sich die Rückhohlaktion jedoch bislang nicht. 

Als Douglas Costa im Jahr 2015 erstmals bei den Bayern aufkreuzte, verzückte er die Liga mit seinen Dribblings, seinem immensen Tempo und seinem Spielwitz. Fünf Jahre später scheint davon jedoch nicht mehr viel übrig geblieben zu sein. Vor allem seinen Turbo scheint der Außenbahnspieler nach zahlreichen Verletzungen in den letzten Jahren verloren zu haben. Ein entscheidender Faktor, zumal er so seine noch immer brillante Technik nicht voll ausspielen kann. Unter dem Strich strahlt der Brasilianer zu wenig Gefahr aus und ist schlichtweg zu ineffektiv. Bislang stehen für Costa lediglich ein Tor und drei Vorlagen zubuche. Die mangelnde Effizienz war früher oft der einzige Kritikpunkt an Costa. Nun sind es jedoch weitaus mehrere geworden.

Chance nicht genutzt: Costa enttäuscht gegen Gladbach

Nach bislang wenig überzeugenden Leistungen, war es durchaus eine Überraschung, dass sich Costa beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach in der Startelf wiederfand. So wusste Youngster Jamal Musiala bereits in der Hinrunde mehr zu überzeugen. Nutzen konnte der 30-jährige seine Chance jedoch nicht. Bis zur seiner Auswechslung spielte der Offensivspieler sehr unscheinbar, sorgte für keinerlei Torgefahr und fiel auch kämpferisch nicht auf. Zu wenig für einen Spieler, der sich präsentieren und für größere Aufgaben empfehlen muss. Derzeit kann durchaus angezweifelt werden, ob die Juve-Leihgabe noch in der Lage ist, den Bayern in den wichtigen Spielen zu helfen. So wurde dieser eigentlich dafür geholt, um von der Bank noch einmal Schwung reinzubringen und den entscheidenden Impuls zu setzen.

Die Zeichen stehen auf Trennung

Zuletzt erklärte Karl-Heinz Rummenigge, dass er mit Douglas Costa zwar zufrieden sei, jedoch noch keine Vertragsgespräche stattgefunden haben. Bei den derzeitigen Leistungen wird dies vermutlich auch nicht passieren. So ist es anzunehmen, dass die Bayern entweder nur mit Gnabry, Sané, Coman und Musiala in die neue Saison gehen, oder einen weiteren talentierten Außenbahnspieler verpflichten. Der Mehrwert des Brasilianers ist nach derzeitigen Stand jedenfalls Zweifelhaft.