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Salihamidzic-Zoff eskaliert: Bayern-Fans wehren sich gegen Hetz-Vorwürfe

Hasan Salihamidzic
Foto: imago images

Der FC Bayern ist für klare Statements bekannt. Dies gilt vor allem dann, wenn ein Mitglied der Bayern-Familie in Probleme gerät. In diesen steckt derzeit Sportvorstand Salihamidzic, der das Vertrauen zahlreicher Anhänger verloren hat. Die Münchner sahen sich daher in der Pflicht, den 44-Jährigen in einer Pressemitteilung in Schutz zu nehmen. Eine Fan-Initiative  wehrt sich jedoch gegen den Vorwurf der Hetze und fordert eine Mitgliederkonferenz. 



Schon seit längerer Zeit bemängeln viele Fans am Sportvorstand eine naive Kaderplanung und ein schwaches öffentliches Auftreten. Nach seiner Rolle am Flick-Abgang und der unschönen Abservierung von Jerome Boateng wurde der Druck auf ihn immer größer. In einer Bild-Umfrage sprachen sich 94 Prozent der Teilnehmer gegen Salihamidzic und für Flick aus, während eine Fan-Petition den Rücktritt oder Rauswurf des Bosniers fordert und dabei fleißig Unterschriften sammelt.

Bayern widersetzen sich der Angriffe auf Salihamidzic

Die Münchner versuchen demnach gegen den Hass aus den Sozialen Netzwerken vorzugehen und stärkten Salihamidzic vehement den Rücken. „Der FC Bayern stellt sich geschlossen und mit Nachdruck gegen Anfeindungen in Richtung Hasan Salihamidzic. Sachliche Kritik ist selbstverständlich immer zulässig. Persönliche Angriffe und Hetze verurteilen wir allerdings auf das Schärfste – dafür gibt es beim FC Bayern nicht den geringsten Platz“, erklärte Präsident Herbert Hainer in der Stellungnahme. Ein durchaus wichtiges Zeichen, zumal wir erst kürzlich in Schalke gesehen haben, was Hass im Fußball auslösen kann.

Fan-Gruppierung schießt zurück und fühlt sich in eine Ecke gestellt

Durch das öffentliche Bekenntnis „Pro Salihamidzic“ scheint klar zu sein, dass der Klub mit dem Sportvorstand weitermachen will. Ziel des Statements war vermutlich, dass angespannte Verhältnis zwischen den Fans und dem Kaderplaner zu verbessern. Dieses Vorhaben ist aber zumindest in Teilen gescheitert. Die Gründer der oben angesprochenen Initiative „Pro Hansi Flick, Brazzo raus“, Michael Frohsz fühlt sich nämlich von Hainer in eine Ecke gedrängt, in die er nicht gehören will. Demnach versichert er, dass ihm die Wortwahl mancher selbst nicht gefalle und man das auf „faire und sachliche Weise“ regeln wolle. Mittlerweile hat die Petition 66.000 Stimmen gesammelt und gerät selbst zunehmend ins Fadenkreuz. „Wir müssen ein dickes Fell haben“, bestätigt Frohsz.

Demnach sucht die Gruppierung den Austausch in Form einer Mitgliedsversammlung, welche jedoch vom Rekordmeister verweigert wird. Abfinden will sich die Gruppe damit jedoch nicht und verfolgt weiterhin das Ziel, den Sportvorstand aus dem Verein zu kegeln. Mit Salihamidzic wird es auch künftig Konflikte geben, egal unter welchem Trainer. Wir müssen einen neuen Sportvorstand bekommen“, legt sich der Leiter fest. Als Wunschkandidat für eine Nachfolge benennt Frohsz im Übrigen Klub-Legende Bastian Schweinsteiger.