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Augenthaler über die Flick-Nachfolge: „Mir fällt nur Nagelsmann ein“

Julian Nagelsmann
Foto: imago images

Bayern-Legende Klaus Augenthaler hat sich zur aktuellen Trainerfrage beim FCB geäußert. Im Interview mit der „Sport BILD“ erklärte der 63-Jährige, dass er sich nur einen Trainer als Flick-Nachfolger vorstellen könne. Hierbei handelt es sich um Leipzig-Coach Julian Nagelsmann.



Der Name Julian Nagelsmann fällt besonders häufig, wenn über potenzielle neue Bayern-Trainer spekuliert wird. Geht es nach dem früheren Münchner Libero ist der 33-Jährige auch die naheliegende Wahl. „Mir fällt momentan kein anderer als Julian Nagelsmann ein“, erklärt Augenthaler.  „Jürgen Klopp ist nicht zu bekommen – er steht in Liverpool unter Vertrag und will danach pausieren,“ führt er fort. Das für einen Trainer fast schon jugendliche Alter von 33 Jahren erachtet der frühere Leverkusen-Coach nicht als Problem. Man erwartet beim FC Bayern vielleicht einen gestandenen Trainer und Nagelsmann ist ja erst 33. Aber für mich steht fest: Zu jung oder zu alt gibt es bei einem Trainer nicht. Es geht nur darum, ob er die Mannschaft im Griff hat. Das hat Nagelsmann bisher immer geschafft“, betont der 63-Jährige.

„Hat Erfolg, internationale Erfahrung und ist in der Nähe aufgewachsen“

Man darf dabei auch nicht vergessen, dass der Trainer immerhin schon mehr als fünf Jahre Bundesliga auf dem Buckel hat. Dabei gelang ihm mit der TSG Hoffenheim erst der Klassenerhalt und schließlich der Einzug in die Champions-League. In der Königsklasse erreichte er im Vorjahr mit RB Leipzig immerhin das Halbfinale. „Er hat Erfolg, internationale Erfahrung und er ist in der Nähe von München aufgewachsen“, argumentiert auch Augenthaler. Der junge Coach kommt ursprünglich aus Landsberg am Lech, was nur etwa 45 Autominuten von München entfernt liegt.

„Er hätte eine Ära prägen können“

Trotz allem bedauert die Bayern-Legende auch den Abschied von Hansi Flick. „Das ist sehr schade. Er hätte eine Ära prägen können und will nun weg – das ist doch Wahnsinn“, zeigt er sich fassungslos. Augenthaler kennt jedoch aus seiner Zeit bei Leverkusen und Wolfsburg, wie es sich anfühlt, seine Wunschspieler nicht zu bekommen. „Wenn eine Position offen war, machst du Vorschläge, kriegst aber oft deinen Top-Kandidaten aus finanziellen Gründen nicht. Darüber bist du als Trainer natürlich enttäuscht, weil du ja immer den bestmöglichen Spieler haben willst“, erinnert er sich. „Flick hat es wahrscheinlich zu sehr genervt, dass einige seiner Transfer-Wünsche nicht erfüllt wurden“, erschließt er sich.