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Die Bayern lassen Flick im Sommer ziehen und hoffen auf eine Entschädigung

Hansi Flick
Foto: imago images

Mit seinem öffentlichen Alleingang vor knapp einer Woche hat Hansi Flick die Verantwortlichen beim FC Bayern gewaltig unter Druck gesetzt. Der 56-jährige hat, ohne vorherige Abstimmung, live im TV verkündet, dass er den FCB im Sommer vorzeitig verlassen möchte. Aktuellen Medienberichten zufolge werden die Münchner ihren Trainer ziehen lassen.



Auch wenn die Bayern das Vorgehen von Flick „missbilligen“ und dies auch deutlich gemacht haben, wäre alles andere als ein Abschied des Triple-Trainers zum Ende der Saison eine faustdicke Überraschung. Der Verein hat sich in den vergangenen Tagen demonstrativ vor Sportvorstand Hasan Salihamidzic gestellt, dessen Dauerfehde mit Flick gilt als Hauptgrund warum der 56-jährige überhaupt das Handtuch an der Isar wirft. Nun geht es für die Bayern nur noch darum eine möglichste hohe Entschädigung für Flick zu erhalten.

Die Wege werden sich im Sommer trennen

Nach der 1:2-Niederlage gegen Mainz 05 haben die Bayern (und Flick) nun knapp zwei Wochen Zeit, um eine Lösung für das aktuelle Dilemma zu finden. Wie der „kicker“ berichtet, wird man „Flicks Gesuch nachkommen“ und diesen aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag rauslassen. Klubchef Karl-Heinz Rummenigge hat jedoch im Gespräch mit der „BILD am Sonntag“ klar gemacht, dass man eine Lösung finden muss, mit der auch der Rekordmeister zufrieden ist. Heißt im Klartext: Die Bayern wollen eine Ablöse für Flick. Auch der „kicker“ hat dies bestätigt.

Gehen die Bayern leer aus in Sachen Flick-Ablöse?

Ob und wie man solch eine „finanzielle Entschädigung“ tatsächlich erhalten wird ist offen. Der DFB scheint nicht gewillt zu sein für Flick etwas bezahlen zu wollen. Der Verband betonte zuletzt, dass dies eine Grundsatzentscheidung sei. Gerüchten zufolge soll Flick auch Anfragen aus England vorliegen haben, die Klubs auf der Insel haben eine andere Zahlungsbereitschaft als der DFB. Hierfür müsste Flick jedoch auf seinen Traumjob als Bundestrainer verzichten, was sehr unwahrscheinlich ist.

Klar ist: Die Bayern werden bis zum Schluss auf eine Ablöse pochen, auch weil man selbst für den designierten Flick-Nachfolger Julian Nagelsmann tief in die Tasche greifen muss. Aktuellen Medienberichten zufolge fordert Leipzig satte 30 Mio. Euro für den 33-jährigen. Viel Geld für einen Trainer Anfang 30 der noch keinen Titel gewonnen hat.