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Überraschung beim Weltmeister: Tolisso plötzlich mit Startelfchancen – Was ist mit Coman?

Corentin Tolisso
Foto: imago images

Die Franzosen haben mit einem 3:0-Sieg gegen Bulgarien den letzten Test vor der EM mit Bravour bestanden. Mit von der Partie waren auch drei Bayern-Stars. Allerdings lauteten diese überraschenderweise nicht Pavard, Hernández und Coman, sondern Pavard, Hernández und Tolisso. 



Bayern-Star Corentin Tolisso hat in München abermals eine sehr unglückliche Saison hinter sich gebracht. Der 26-Jährige kam in der Hinserie nicht über eine Reservisten-Rolle hinaus und zog sich in der Rückrunde einen Sehnenriss zu. Obwohl der Mittelfeldspieler erst kurz vor Saisonende zurückkam und über kaum Spielpraxis verfügt, nominierte ihn Frankreich-Coach Didier Deschamps für die EM. Ein ziemlicher Vertrauensbeweis, wenn man bedenkt, dass die „L’Equipe Tricolore“ nur so mit Stars gespickt ist, sodass es nicht mal Dayot Upamecano in den Kader geschafft hat.

Wer jetzt aber fest damit gerechnet hat, dass Tolisso lediglich als Bankwärmer mitfährt, könnte sich täuschen. Der Bayern-Profi spielte sowohl gegen Wales als auch gegen Bulgarien von Beginn an. Dem Mittelfeldspieler spielt in die Karten, dass die Franzosen weiter mit ihrem gewohnten 4-3-3-System auftreten. Zwar sind Pogba und Kante gesetzt, so ist noch immer ein Platz frei, um den sich Rabiot und Tolisso zu streiten scheinen. Laut „France Football“ hat der Bayern-Spieler derzeit jedoch die Nase vorne und könnte beim EM-Auftakt am 15. Juni in der Allianz Arena gegen Deutschland von Anfang an spielen.

Es ist also davon auszugehen, dass der verletzungsanfällige Münchner durchaus seine Einsatzzeiten bekommt und sich auch in den Fokus möglicher Interessenten spielen könnte. An der Säbener Straße dürfte man sich über die Entwicklung freuen, zumal Tolisso auf diese Weise seinen Wert steigert und an Selbstvertrauen gewinnt.

Pavard und Hernández wohl gesetzt: Fragezeichen um Coman

Neben Tolisso agierten auch Lucas Hernández und Benjamin Pavard von Beginn an. Nach dem Spiel gegen Wales spekulierten französische Medien noch darüber, ob Didier Deschamps auf den Außenverteidiger-Positionen was anderes probieren könnte. Derzeit sieht es aber so aus, als hätten beide ihren Stammplatz sicher. Pavard glänzte gegen die Bulgaren mit einer sehenswerten Vorlage beim 2:0 von Olivier Giroud.

Nicht ganz so rosig sieht es hingegen für Kingsley Coman aus. In beiden EM-Tests markierten Antoine Griezmann, Kilian Mbappe und Karim Benzema das Angriffs-Trio. Coman absolvierte hingegen nur 30 Minuten gegen Wales und stand gegen Bulgarien nicht im Kader. Über Gründe für das Fehlen des Bayern-Stars ist aktuell noch nichts bekannt. Derzeit sieht es aber so aus, als müsse sich dieser zunächst in einer Joker-Rolle agieren.