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Neue Details enthüllt: So ernst war es 2018 zwischen Streich und den Bayern wirklich

Christian Streich
Foto: Getty Images

Uli Hoeneß hat jüngst ausgeplaudert, dass der FC Bayern zur Saison 2018/19 über eine Verpflichtung von Christian Streich als Cheftrainer nachgedacht hat. Der ehemalige DFB-Präsident Fritz Keller hat nun weitere Details dazu enthüllt und die Gründe für das letztendliche Scheitern des Engagements.



Wenn die Mannschaft im Schatten des Trainers steht heißt der Übungsleiter meist Pep Guardiola oder Jose Mourinho. Für das Freiburger Urgestein Christian Streich gilt dies aber auch uneingeschränkt. Über die Jahre hat sich der Coach zu einer echten Ikone entwickelt. Auch wenn der grundbescheidene Breisgauer nicht müde wird zu betonen, dass die Mannschaft im Mittelpunkt stehe und er maximal Randfigur sei. Die Realität sieht anders aus. Spieler kamen und gingen, Streich blieb dem SCF treu und lieferte Saison um Saison ab. Mit taktischer Finesse und echten Emotionen an der Seitenlinie und in der Kabine hat sich der 56-jährige einen Namen gemacht. Auch der FC Bayern hatte einst angeklopft wie Uli Hoeneß vor kurzem enthüllte. Ex-Freiburg-Chef Fritz Keller hat nun weitere Einzelheiten verraten.

Streich im engeren Kandidatenkreis für Heynckes-Nachfolge 2018/19

Als Jupp Heynckes 2017/18 auf Ancelotti folgte und ein letztes Mal für den FC Bayern in die Bresche sprang war eines klar. Der nächste Trainer sollte langfristig bleiben und nach der Blaupause Ancelotti eine neue Ära beginnen. Viele Trainer waren zu dieser Zeit nicht auf dem Markt. Jürgen Klopp baute in Liverpool einen zukünftigen Champions League Sieger. Ralf Rangnick coachte RB Leipzig. Die Gerüchte kreisten um zwei Kandidaten. Thomas Tuchel galt als Wunschkandidat von Karl-Heinz Rummenigge. Niko Kovac hatte in Uli Hoeneß einen prominenten Fürsprecher bei den Bayern. Der Platzhirsch und Präsident Hoeneß setzte sich letztendlich durch. Medial völlig untergegangen und kaum behandelt wurde das Interesse der Bayern an Christian Streich. Heute wissen wir: Uli Hoeneß hatte Streich auf dem Zettel und fragte bei Freiburg sogar an.

„Ich habe mit Uli Hoeneß über ihn gesprochen“

Fritz Keller, damals noch in Amt und Würden als SC-Präsident berichtet nun im Gespräch mit „Sport BILD“ über ein Telefonat mit Uli Hoeneß. „Ich habe mit Uli Hoeneß über ihn gesprochen und habe Christian Streich damals über den grünen Klee gelobt“, erzählte Keller. „Und jeder, der wie Christian Streich so viel Gutes tut, hat es verdient, dass man die Wahrheit nach draußen trägt. Da darf man nicht egoistisch denken.“ Der Präsident habe Streich wärmstens empfohlen und Uli Hoeneß keinesfalls versucht von der Idee Streich als Chefcoach zu verpflichten abzubringen. “ Jedoch folgte dem Interesse keine ernsthafte Initiative der Bayern: „Es war ein loses Vorgespräch. Eine Anfrage gab es danach nicht.“

Streich verlängerte seinen Vertrag bei Freiburg und feierte Erfolge mit den Breisgauern. Zur Zeit befindet sich Freiburg in einem Rausch und am oberen Ende der Tabelle. Am Samstag lädt der FC Bayern zum Tanz. Daran, dass die Medien diese Begegnung als „Spitzenspiel“ bewerben, hat vor allem einer maßgeblichen Anteil: Christian Streich. Der Liebling der Fans steht auch weiterhin bei Uli Hoeneß hoch im Kurs. „Den liebe ich!“, bekundete Hoeneß erst kürzlich im Radio bei „Antenne Bayern“.