Neuer zur WM? Nagelsmann bestätigt Kontakt zum Bayern-Torwart

Sebastian Mittag
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Die Diskussion um ein mögliches WM-Comeback von Manuel Neuer hält an – nun hat sich Bundestrainer Julian Nagelsmann selbst zur Situation geäußert.


Trotz anhaltender Spekulationen um eine Rückkehr von Manuel Neuer in die Nationalmannschaft hat Bundestrainer Julian Nagelsmann die Debatte deutlich eingeordnet. Zwar steht er weiterhin in Kontakt mit dem Bayern-Kapitän – an der grundsätzlichen Entscheidung hat sich jedoch nichts geändert.

„Ich finde es immer ganz lustig, wenn die Öffentlichkeit mich fragt, ob ich mit Manu Kontakt habe. Ja, habe ich. Wir telefonieren ab und zu, schreiben auch ab und zu. Er ist fähig, WhatsApp zu bedienen, ich genauso. Wir haben auch ab und zu Kontakt zu anderen Themen, die über den Fußball hinausgehen. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis“, erklärte Nagelsmann bei „MagentaTV“.

Trotz des regelmäßigen Austauschs machte der Bundestrainer klar, dass ein Comeback aktuell nicht zur Debatte steht: „Manu ist zurückgetreten, aus freien Stücken. Das hat er jetzt mehrfach wiederholt. Es ist deswegen glaube ich gar nicht so sinnvoll, darüber stetig zu diskutieren.“

Neuer hatte seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft nach der Heim-EM 2024 erklärt. Dennoch wurde die Diskussion zuletzt erneut angeheizt – vor allem durch seine starken Leistungen im Trikot des FC Bayern, etwa beim Champions-League-Hinspiel gegen Real Madrid.

Baumann als klare Nummer eins

Im DFB-Team ist die Rollenverteilung inzwischen klar geregelt. Oliver Baumann gilt als aktuelle Nummer eins und soll auch bei der kommenden Weltmeisterschaft im Tor stehen.

Ex-Bundestrainer Joachim Löw stellte sich hinter Nagelsmann und dessen Entscheidung. „Ein Nationaltrainer entscheidet manchmal halt eben auch aus anderen Überlegungen heraus“, betonte der Weltmeister-Coach von 2014.

Manuel Neuer
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Löw würdigte zugleich die außergewöhnliche Karriere des Bayern-Keepers: „Und das Bemerkenswerte ist, dass er mit 40 Jahren so eine Leistung noch bringen kann“.

Unabhängig davon bleibt die Linie des DFB klar: Neuer steht weiterhin nicht zur Verfügung – auch wenn der Kontakt zwischen ihm und Nagelsmann nie abgebrochen ist.

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