Transfer-Zoff mit Hoeneß? Kompany bezieht Stellung zur Xavi-Absage

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Die Apfelkuchen-Anekdote von Uli Hoeneß hat rund um den FC Bayern für Aufsehen gesorgt – nun hat sich auch Vincent Kompany selbst zu Wort gemeldet und die Situation aus seiner Sicht eingeordnet.


Der Bayern-Trainer bestätigte dabei indirekt die Schilderung des Ehrenpräsidenten, machte aber zugleich deutlich, wie solche Entscheidungsprozesse beim Rekordmeister ablaufen.

Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart betonte der 40-Jährige, dass Transferdiskussionen beim FC Bayern ein ganz normaler Teil der täglichen Arbeit sind. „Wir sind gemeinsam eine ganz aktive Gruppe – Christoph Freund, Max Eberl, Jan-Christian Dreesen“, erklärte Kompany.

Dabei gehe es stets darum, mögliche Verstärkungen zu prüfen und intern zu diskutieren – jedoch immer in einer respektvollen Atmosphäre. „Es passiert immer in einer guten Atmosphäre mit viel Respekt“, stellte der Belgier klar.

„Am Ende haben wir Apfelkuchen gegessen“

Uli Hoeneß, Vincent Kompany
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Auch auf die inzwischen legendäre Szene mit Hoeneß am Tegernsee ging Kompany ein – und nahm die Geschichte mit Humor. „Ich habe Herrn Hoeneß in dem Moment gesagt, dass er in unserem Alter genauso gepusht hätte“, verriet der Bayern-Coach.

Sein Fazit fällt entspannt aus: „Am Ende haben wir Apfelkuchen gegessen und alles war gut.“

Damit bestätigt Kompany, dass es zwar unterschiedliche Meinungen gab, diese jedoch keineswegs zu Spannungen geführt haben.

Spannend bleibt die Frage, ob der FC Bayern im kommenden Sommer einen neuen Anlauf bei Xavi Simons wagen könnte. Kompany hielt sich diesbezüglich allerdings bedeckt und verwies auf die Verantwortlichen im Klub. „Was wir jetzt in der nächsten Transfer-Runde machen, müssen Max und Christoph beantworten“, so der Trainer.

Seine eigene Rolle sei klar definiert: „Ich bin am Ende dabei. Wir versuchen es, ich versuche es immer.“

Zusammenarbeit im Fokus

Die Aussagen zeigen einmal mehr, wie eng die Zusammenarbeit in der sportlichen Führung beim FC Bayern ist. Unterschiedliche Meinungen gehören dazu – entscheidend ist jedoch, dass am Ende eine gemeinsame Linie gefunden wird.

Der Verzicht auf einen Millionen-Transfer wie Xavi Simons hat sich rückblickend als Teil eines größeren Plans erwiesen: mehr Vertrauen in den eigenen Nachwuchs und eine ausgewogene Kaderstruktur.

Kompany scheint diesen Weg voll mitzugehen – auch wenn es dafür manchmal nur Apfelkuchen statt Wunschspieler gibt.

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