Der FC Bayern steht kurz vor der 35. Deutschen Meisterschaft – doch Vincent Kompany will davon nichts wissen. Vor dem Bundesliga-Duell gegen den VfB Stuttgart richtet der Bayern-Coach den Fokus ausschließlich auf die sportliche Herausforderung.
Nach dem emotionalen 4:3-Sieg gegen Real Madrid in der Champions League geht es für die Münchner direkt weiter im Alltag – und der hat es in sich. Mit dem VfB Stuttgart wartet am Sonntag ein Gegner, den Kompany alles andere als unterschätzt.
„Die Meisterschaft spielt nur am Ende der Saison eine Rolle. Erst am Ende wird gefeiert!“, stellte der Belgier auf der Pressekonferenz klar. Für ihn zählt aktuell nur die nächste Aufgabe – und die hat es in sich. „Wir spielen gegen einen der schwierigsten Gegner“, erklärte Kompany und verwies auf die jüngsten Duelle mit den Schwaben, die allesamt eng verliefen.
Besonders hebt der 40-Jährige die physische Komponente hervor: „Ich erwarte diese Körperlichkeit im Spiel. Stuttgart ist nicht nur spielerisch, sondern auch körperlich sehr stark.“
Doch nicht nur über Intensität kommt der Gegner. Auch offensiv zählt der VfB zu den gefährlichsten Teams der Liga. „Sie haben die zweitbeste Offensive“, warnte Kompany – und betonte, dass Stuttgart auch mit langen Bällen jederzeit für Gefahr sorgen kann.
Fokus statt Feierlaune

Trotz der Möglichkeit, bereits am Wochenende die Meisterschaft perfekt zu machen, will beim FC Bayern niemand vorschnell feiern. „Die Spieler haben schon gesagt, dass direkt nach dem Spiel der Fokus auf Leverkusen ist, egal was passiert“, verriet Kompany.
Damit macht der Trainer deutlich: Selbst im Erfolgsfall wird es keine großen Feierlichkeiten geben – zumindest nicht sofort. Vielmehr geht der Blick direkt weiter zum nächsten Highlight, dem Pokal-Duell gegen Bayer Leverkusen.
„Wir können alle damit leben, dass wir noch warten mit dem Feiern“, so Kompany.
Die Ausgangslage ist klar: Mit einem Sieg gegen Stuttgart könnten die Bayern den ersten Titel der Saison eintüten. Doch für Kompany ist das nur ein Zwischenschritt. „Jetzt wird entschieden, wie oft wir feiern und wie groß wir feiern können“, erklärte er – und brachte damit das große Ziel auf den Punkt.

