Die Verletzung von Serge Gnabry sorgt nicht nur beim FC Bayern für große Sorgen – auch beim DFB schrillen die Alarmglocken. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat nun auf den Ausfall des Offensivspielers reagiert und dem 30-Jährigen öffentlich den Rücken gestärkt.
Der Bayern-Star hat sich einen Ausriss der Adduktoren im rechten Oberschenkel zugezogen und fällt für längere Zeit aus. Damit droht Gnabry nicht nur das vorzeitige Saison-Aus in München, sondern auch das Verpassen der Weltmeisterschaft im Sommer.
Nagelsmann zeigt sich betroffen
Nagelsmann reagierte mit deutlichen Worten auf die Hiobsbotschaft. „Es tut mir sehr leid für Serge. Das ist gerade im Saisonendspurt, in dem so große und wichtige Spiele anstehen, eine ganz bittere Nachricht“, erklärte der Bundestrainer.
Die Anteilnahme zeigt, welchen Stellenwert Gnabry im DFB-Team einnimmt. Der Offensivspieler war zuletzt fest eingeplant und gehörte zu den Leistungsträgern in der Nationalmannschaft. Gleichzeitig machte Nagelsmann deutlich, dass Gnabry auf die volle Rückendeckung zählen kann. „Wir hatten Kontakt und ich habe ihm gesagt, dass wir in der Nationalmannschaft alle hinter ihm stehen“, so der 38-Jährige.
Das Ziel sei klar: den Spieler bestmöglich auf seinem Weg zurück zu begleiten. „Wir werden ihn unterstützen, damit er so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen kann“, betonte Nagelsmann.
Ungewissheit bei der Ausfallzeit

Wie lange Gnabry tatsächlich fehlen wird, ist aktuell noch offen. Während der FC Bayern lediglich von einer „längeren Pause“ spricht, gehen Medienberichte von mehreren Wochen bis hin zu Monaten aus.
Je nach Schwere der Verletzung könnte die Zwangspause zwischen sechs Wochen und vier Monaten liegen – ein Zeitrahmen, der die WM-Teilnahme ernsthaft gefährdet.
Fest steht: In den kommenden Schlüsselspielen wird Gnabry fehlen. Sowohl im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen als auch in den Champions-League-Duellen gegen Paris Saint-Germain ist der Offensivspieler keine Option.
Auch für die Nationalmannschaft ist der Zeitpunkt denkbar ungünstig. Nagelsmann wird seinen WM-Kader bereits am 12. Mai nominieren – bis dahin dürfte Gnabry kaum wieder spielfit sein.
Rennen gegen die Zeit beginnt
Für Gnabry beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, wie schnell er wieder zurückkommt und ob sich die Tür zur Weltmeisterschaft doch noch offen halten lässt.
Die Botschaft des Bundestrainers ist dabei eindeutig: Der DFB steht geschlossen hinter seinem Offensivspieler – jetzt liegt der Fokus auf der Genesung.

