Die Frauen des FC Bayern haben sich mit einem 3:2-Auswärtssieg bei Union Berlin vorzeitig die Deutsche Meisterschaft gesichert. Die Münchnerinnen mussten dabei mehrfach auf Rückschläge reagieren, setzten sich am Ende aber verdient durch und krönten eine dominante Saison.
Trainer José Barcala rotierte im Vergleich zu den vergangenen Wochen kräftig und ließ unter anderem Giulia Gwinn und Pernille Harder zunächst auf der Bank. Dennoch erwischten die Bayern den besseren Start: Nach einer Ecke landete der Ball bei Bernadette Amani, deren missglückter Abschluss bei Edna Imade landete, die aus kurzer Distanz zur frühen Führung einschob (8.).
Die Antwort der Berlinerinnen folgte prompt. Nach einem Ballverlust von Barbara Dunst im Mittelfeld lief Sophie Weidauer alleine auf Ena Mahmutovic zu und schob souverän zum 1:1 ein (11.). In der Folge dominierten die Münchnerinnen das Geschehen, ließen Ball und Gegner laufen, fanden gegen kompakt stehende Gastgeberinnen aber nur selten klare Abschlüsse. Die beste Möglichkeit vergab Linda Dallmann mit einem Distanzschuss, den Cara Bösl stark parierte (34.).
Bayern reagieren zweimal – Gwinn entscheidet das Spiel

Direkt nach der Pause gingen die Gäste erneut in Führung. Barbara Dunst zog aus rund 20 Metern ab und traf präzise ins linke Eck (50.). Auch danach kontrollierten die Bayern über weite Strecken das Spiel und ließen Union kaum zur Entfaltung kommen.
Dennoch kamen die Berlinerinnen zurück. Nach einer sehenswerten Kombination über die linke Seite traf Lia Kamber wuchtig zum 2:2 (77.). Die Partie war wieder offen, doch die Bayern hatten erneut die passende Antwort: Nach Vorarbeit von Arianna Caruso flankte diese in den Strafraum, wo die eingewechselte Giulia Gwinn den Ball aus der Luft stark im linken Eck versenkte (84.).
In der Schlussphase drängte Union noch einmal auf den Ausgleich. Die Gastgeberinnen kamen zu Chancen, doch Mahmutovic verhinderte in der Nachspielzeit mit einer starken Fußabwehr einen weiteren Treffer. Auf der anderen Seite verpasste Pernille Harder mit einem Aluminiumtreffer die Entscheidung (87.).
Auf Bayern wartet nun ein echter CL-Kracher
Mit dem Sieg sichern sich die Münchnerinnen nicht nur ihre achte Meisterschaft, sondern auch den vierten Titel in Serie. Bereits vier Spieltage vor Saisonende steht der FC Bayern damit als Champion fest – so früh wie noch nie in der Geschichte der Frauen-Bundesliga. Grundlage dafür ist eine außergewöhnlich konstante Saison mit nur einem Punktverlust.
Für die Bayern-Frauen wartet am Samstag um 18:15 der Kracher im Champions-League-Halbfinale-Hinspiel gegen den FC Barcelona in der Allianz Arena, in der Liga geht es dann weiter am kommenden Mittwoch bei Werder Bremen. Für Union Berlin geht es am Freitag bereits in der Liga weiter gegen den Hamburger SV.
