Trotz Talent-Boom: Campus-Sportchef Weinzierl verlässt Bayern

Sebastian Mittag
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Beim FC Bayern kommt es im Sommer zu einer wichtigen Veränderung im Nachwuchsbereich. Markus Weinzierl wird den Verein verlassen.


Beim FC Bayern steht im Hintergrund die nächste Personalentscheidung fest. Wie die BILD berichtet, gehen der Rekordmeister und Campus-Sportchef Markus Weinzierl nach der laufenden Saison getrennte Wege.

Der Vertrag des 51-Jährigen läuft im Juni aus und wird nicht verlängert. Weinzierl war erst im September 2024 an den Bayern-Campus gekommen und hatte dort als Sportlicher Leiter die Entwicklung im Nachwuchsbereich maßgeblich mitgeprägt.

In seiner Zeit in München konnte Weinzierl deutliche Akzente setzen. Besonders auffällig: Unter seiner Leitung feierten gleich mehrere Talente den Sprung in den Profibereich. Insgesamt elf Nachwuchsspieler gaben ihr Debüt bei den Bayern-Profis.

Als prominentestes Beispiel gilt Lennart Karl. Der 18-Jährige entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem wichtigen Bestandteil im Kader von Vincent Kompany und kommt bereits auf zahlreiche Einsätze sowie starke Scorerwerte.

Auch wirtschaftlich zeigt sich der Erfolg der Nachwuchsarbeit. Der Marktwert der Bayern-Talente ist in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen und soll sich inzwischen der Marke von 300 Millionen Euro nähern.

Weinzierl zieht es zurück auf die Trainerbank

Der Abschied erfolgt jedoch nicht aus sportlichen Gründen. Vielmehr möchte Weinzierl künftig wieder als Trainer arbeiten und an die Seitenlinie zurückkehren.

Der gebürtige Straubinger verfügt über reichlich Erfahrung im Profibereich. In der Vergangenheit war er unter anderem beim FC Augsburg, Schalke 04, dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Nürnberg tätig.

Max Eberl
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Auch die Nachfolge ist bereits geklärt. Mit Michael Wiesinger wurde ein neuer Leiter Sport und Nachwuchsentwicklung vorgestellt, der künftig die Geschicke am Campus lenken soll.

Mit dem Abgang von Weinzierl verliert der FC Bayern zudem einen weiteren Vertrauten von Sportvorstand Max Eberl. Intern könnten sich dadurch die Kräfteverhältnisse weiter verschieben – ein Thema, das auch im Hinblick auf die Zukunft der sportlichen Führung eine Rolle spielt.

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