Entscheidung gefallen? Manuel Neuer möchte wohl beim FC Bayern verlängern

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Manuel Neuer steht offenbar vor einer richtungsweisenden Entscheidung – und diese fällt zugunsten des FC Bayern aus.


Wie die Abendzeitung München berichtet, wird der 40-Jährige seinen auslaufenden Vertrag beim deutschen Rekordmeister bis 2027 verlängern.

Laut dem Blatt ist zwischen beiden Parteien bereits alles ausgehandelt, es geht nur noch um die offizielle Verkündung.

Neuer sammelt Argumente auf dem Platz

Lange hatte sich die Entscheidung des Bayern-Kapitäns hingezogen. Ursprünglich wollte Neuer bereits rund um seinen Geburtstag im März Klarheit schaffen, bat den Klub jedoch um zusätzliche Bedenkzeit. Nun scheint die finale Richtung festzustehen.

Nach Information der AZ fühlt sich Neuer weiter fit und bereit, um noch eine Saison zwischen den Pfosten zu stehen.

Auch sportlich hat der Routinier zuletzt eindrucksvoll unterstrichen, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen bewahrte er seine Mannschaft mit einer Weltklasse-Parade gegen Nathan Tella vor dem möglichen Ausgleich. Bereits im Champions-League-Viertelfinale bei Real Madrid hatte Neuer mit einer starken Leistung gezeigt, dass er weiterhin auf höchstem Niveau den Unterschied machen kann.

Bayern setzt weiter auf seine Nummer eins

Auch vereinsintern genießt Neuer nach wie vor uneingeschränktes Vertrauen. Die Verantwortlichen sehen in ihm nicht nur sportlich eine Schlüsselfigur, sondern auch als Führungsspieler in der Kabine.

Seine Aussagen nach dem Pokal-Einzug deuteten bereits in diese Richtung. „Ich werde im Moment noch nichts bekanntgeben – aber derzeit sieht es gut aus“, erklärte der 40-Jährige bei Sky und ließ damit erstmals eine klare Tendenz erkennen.

Klare Nachfolge-Regelung mit Urbig

Jonas Urbig, Manuel Neuer
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Mit einer möglichen Vertragsverlängerung geht auch ein konkreter Plan für die Zukunft einher. Neuer soll weiterhin als Stammtorhüter fungieren, gleichzeitig aber schrittweise seinen designierten Nachfolger aufbauen.

Jonas Urbig rückt dabei immer stärker in den Fokus. Der 22-Jährige gilt als langfristige Lösung zwischen den Pfosten und soll bereits in der kommenden Saison deutlich mehr Einsatzzeiten erhalten. Ziel ist es, ihn behutsam an die Rolle als Nummer eins heranzuführen.

Der FC Bayern setzt damit auf Kontinuität statt Risiko. Anstatt einen abrupten Umbruch im Tor zu vollziehen, planen die Münchner einen fließenden Übergang – mit Neuer als Mentor und Leistungsträger zugleich.

Sollte sich die Verlängerung bestätigen, würde der fünfmalige Welttorhüter seine beeindruckende Karriere beim FC Bayern um mindestens ein weiteres Kapitel verlängern – und gleichzeitig den Grundstein für die Zukunft im Tor der Münchner legen.

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