„Paris wird dich zerlegen!“: Experte warnt Bayern eindringlich vor PSG

Vjekoslav Keskic
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Der FC Bayern geht mit breiter Brust ins Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain – doch nicht alle sehen die Münchner im Vorteil. Ex-Nationalspieler Markus Babbel hat vor dem Duell mit dem französischen Topklub eine klare Warnung ausgesprochen.


Zwar überzeugten die Bayern im Viertelfinale gegen Real Madrid mit spektakulären Auftritten und zwei Siegen, doch gerade in der Defensive offenbarte das Team von Vincent Kompany immer wieder Schwächen. Genau hier setzt Babbel an.

„Ich habe mich beim Spiel gegen Real so ein bisschen an letztes Jahr erinnert gefühlt“, erklärte der 53-Jährige im Gespräch mit der BILD. Vor allem die fehlende Ordnung und Abstimmung in der Defensive seien ihm negativ aufgefallen.

Fehler, die gegen Real noch gutgingen – gegen PSG könnten sie jedoch deutlich härter bestraft werden.

„Gegen Paris darfst du das nicht machen“

Besonders die Offensivqualität der Franzosen bereitet Babbel Sorgen. Mit Spielern wie Ousmane Dembélé, Désiré Doué, Bradley Barcola und Khvicha Kvaratskhelia verfüge PSG über enorme Durchschlagskraft.

Seine Warnung ist entsprechend deutlich: „Gegen Paris darfst du das nicht machen. Wenn du diese Fehler machst, werden sie dich zerlegen!“

Vor allem die Entwicklung der Pariser hebt Babbel hervor. Das Team habe sich im Laufe der Saison deutlich gesteigert und sei nicht mehr mit dem Gegner aus der Ligaphase zu vergleichen, den die Bayern noch schlagen konnten.

Trotz aller Kritik sieht Babbel die Münchner keineswegs chancenlos. Im Gegenteil: Individuell sei der FC Bayern mindestens auf Augenhöhe mit PSG. „Individuell sind sie nicht schlechter als Paris, ganz im Gegenteil“, betonte der ehemalige Bayern-Profi. Entscheidend werde jedoch sein, dass die Mannschaft in beiden Spielen ihre Topform abruft.

Konzentration in den entscheidenden Momenten

Für Babbel liegt der Schlüssel zum Finaleinzug auf der Hand: maximale Konzentration und defensive Stabilität.

Markus Babbel
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Die Münchner müssten die Fehler aus den Real-Duellen konsequent abstellen und über 180 Minuten „voll da sein“. Gelingt das, traut er dem Rekordmeister den großen Wurf durchaus zu.

Das Halbfinale gegen PSG wird für den FC Bayern zur echten Reifeprüfung. Offensive Spektakel wie gegen Real könnten diesmal nicht ausreichen – gefragt ist eine ausgewogene Leistung auf höchstem Niveau.

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