113 Tore und kein Ende: Bayern jagt den nächsten Mega-Rekord

Tim Schoster
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Der FC Bayern befindet sich in dieser Saison auf einem historischen Offensivkurs – und ein weiterer Rekord rückt nun immer näher. Nach 31 Bundesliga-Spielen stehen die Münchner bei beeindruckenden 113 Treffern und haben damit längst neue Maßstäbe gesetzt.


Doch damit nicht genug: Die Mannschaft von Vincent Kompany hat jetzt die Chance, sich auch international in die Geschichtsbücher zu schießen. Die legendäre Bestmarke des FC Turin aus der Saison 1947/48, als Torino auf 125 Ligatore kam, ist plötzlich greifbar geworden.

Den Bayern fehlen aktuell nur noch zwölf Treffer, um diese historische Marke einzustellen. Für einen neuen alleinigen Rekord müssten die Münchner in den verbleibenden drei Partien sogar 13 Tore erzielen. Eine anspruchsvolle Aufgabe – aber angesichts der bisherigen Saisonleistungen keineswegs unrealistisch.

Drei Spiele, ein Ziel: Bayern greift nach der Bestmarke

Mit Heidenheim, Wolfsburg und Köln warten im Saisonendspurt noch drei Gegner auf den deutschen Rekordmeister. Rein rechnerisch müsste der FCB dabei im Schnitt vier Tore pro Partie erzielen, um die Marke von Torino zumindest zu erreichen.

Ein ambitioniertes Ziel, das jedoch zur bisherigen Spielzeit passt. Denn die Bayern präsentieren sich offensiv so konstant und durchschlagskräftig wie kaum eine Mannschaft zuvor. Woche für Woche liefert die Kompany-Elf Spektakel – und hat sich längst durch zahlreiche Rekordlisten geschossen.

Beim jüngsten 4:3-Auswärtssieg in Mainz stellten die Münchner gleich mehrere Bestmarken auf. Mit den Treffern 52 und 53 verbesserten sie ihren eigenen Bundesliga-Rekord für Auswärtstore aus der Saison 2021/22. Gleichzeitig bauten sie ihr Konto auf insgesamt 113 Saisontore aus und übertrafen damit sogar den bisherigen Spitzenwert von Paris Saint-Germain aus der Spielzeit 2017/18 mit 108 Treffern.

Offensive entfesselt – Bayern schreibt Geschichte

Harry Kane
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Ein Blick auf die Bundesliga-Historie unterstreicht die außergewöhnliche Dimension dieser Zahlen. Bereits vor zwei Spieltagen hatte der FCB einen neuen Torrekord in der deutschen Eliteklasse aufgestellt. Nun geht es für die Münchner längst nicht mehr nur um nationale Bestwerte, sondern um einen Platz in den europäischen Geschichtsbüchern.

Bemerkenswert ist dabei nicht nur die schiere Anzahl der Tore, sondern auch die Art und Weise, wie sie zustande kommen. Die Bayern überzeugen mit Variabilität, Tempo und enormer Effizienz – egal ob aus dem Spiel heraus oder nach Standardsituationen.

Auch in anderen Bereichen winken weitere Rekorde. Sollte die Mannschaft erneut ein Spiel nach Rückstand gewinnen, wäre es bereits das neunte Mal in dieser Saison – ein weiterer Bestwert. In Mainz hatten die Münchner trotz eines 0:3-Rückstands eindrucksvoll bewiesen, welche Mentalität in dieser Mannschaft steckt.

Zudem ist der FCB auch bei ruhenden Bällen brandgefährlich. Ein weiteres Tor nach einer Ecke würde ausreichen, um den bisherigen Rekord von Borussia Mönchengladbach aus der Saison 2023/24 einzustellen.

Klar ist: Die Bayern spielen eine Saison, die schon jetzt historisch ist. Und in den verbleibenden Spielen könnte sie endgültig in den europäischen Fußball-Olymp führen.

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