Der FC Bayern hat auf dem Transfermarkt früh ein Ausrufezeichen gesetzt. Nach den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari richtet sich der Fokus nun auf die Verkaufsseite. Sportvorstand Max Eberl arbeitet mit Hochdruck daran, den Kader zu verschlanken und neue Einnahmen zu generieren.
Mit Nathaniel Brown und Ismael Saibari haben die Münchner zum Start der Sommer-Transferperiode mehr als 100 Millionen Euro investiert. Bevor der Rekordmeister weitere Verstärkungen ins Visier nehmen kann, sollen zunächst Transfererlöse erzielt und die Gehaltskosten reduziert werden.
Dabei kommt Bewegung in die Personalplanungen.
Bayern steuert auf 40 Millionen Euro an Transfererlösen zu
Mit den festen Abgängen von Daniel Peretz zum FC Southampton, Jonah Kusi-Asare zum FC Fulham und Alexander Nübel zu Besiktas Istanbul hat der FC Bayern bereits rund 20 Millionen Euro eingenommen. Durch vereinbarte Bonuszahlungen könnte dieser Betrag künftig noch weiter steigen.
Weitere Einnahmen zeichnen sich bereits ab. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge stehen auch Noel Aseko und Jonathan Asp Jensen unmittelbar vor einem Wechsel. Aseko wird mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht, während Asp Jensen vor einem Transfer zu Deportivo La Coruña stehen soll.
Beide Verkäufe könnten den Münchnern zusammen weitere 17 bis 19 Millionen Euro einbringen. Damit würde der FC Bayern die Marke von rund 40 Millionen Euro an Transfererlösen erreichen – und das mit Spielern, die in den sportlichen Planungen von Vincent Kompany keine Rolle mehr spielen.
Boey, Palhinha und Zaragoza sollen folgen

Damit dürfte die Arbeit von Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund allerdings noch längst nicht beendet sein. Auf der Verkaufsliste stehen weiterhin Sacha Boey, João Palhinha und Bryan Zaragoza.
Vor allem bei Palhinha hoffen die Bayern auf eine Ablösesumme im Bereich von 20 Millionen Euro. Für Boey und Zaragoza wäre der Rekordmeister Berichten zufolge bereits mit Erlösen von rund zehn Millionen Euro zufrieden.
Einfach werden diese Transfers jedoch nicht. Zwar gibt es für alle drei Spieler Interessenten, allerdings verfügen sie über gut dotierte Verträge in München. Dadurch könnten sich die Verhandlungen hinziehen. Im ungünstigsten Fall müssten die Bayern – ähnlich wie zuletzt bei Nübel – sogar eine Abfindung zahlen, um einzelne Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen.
Für Eberl bleibt die Verkaufsoffensive damit eine der wichtigsten Aufgaben des Transfersommers. Erst wenn weitere Abgänge realisiert sind, dürfte der Rekordmeister bei möglichen Neuzugängen wieder aktiv werden.

