PSG-Coach Enrique setzt gegen Bayern auf Angriff statt Verwaltung

Vjekoslav Keskic
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Paris Saint-Germain geht mit einem knappen Vorsprung in das Halbfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Bayern. PSG-Coach Luis Enrique machte auf der Pressekonferenz vor dem Kracher in München jedoch deutlich, dass die Franzosen keineswegs nur verwalten wollen. Stattdessen kündigte der Spanier einen offensiven Auftritt seines Teams an.

Das spektakuläre 5:4 im Hinspiel hat die Erwartungen vor dem Rückspiel in der Allianz Arena noch einmal massiv angeheizt. Für viele Experten war das erste Duell bereits eines der besten Champions-League-Spiele der vergangenen Jahre. Luis Enrique rechnet nun auch in München mit einem offenen Schlagabtausch.


„Jetzt steht das Rückspiel an, es geht ums Weiterkommen! Bei diesem Spiel – ich weiß nicht, ob es anders sein wird als das Hinspiel“, erklärte der PSG-Cheftrainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Dabei erwartet der Spanier erneut ein intensives Duell zweier Mannschaften, die sich gegenseitig nichts schenken werden. „Ich denke, dass keine der beiden Teams akzeptiert, dass die andere vielleicht besser ist. Daher glaube ich, dass es wieder interessant und spannend werden wird“, betonte Enrique.

Trotz des knappen Vorsprungs aus dem Hinspiel will PSG laut seinem Trainer keinesfalls defensiv agieren oder lediglich das Ergebnis verwalten. Vielmehr wolle der französische Meister weiterhin mutig auftreten und den FC Bayern aktiv unter Druck setzen.

PSG will auch in München auf Sieg spielen


Besonders großen Respekt zeigte Luis Enrique vor der Spielweise des deutschen Rekordmeisters. „Wir bewundern Bayern, sie spielen einen wunderbaren Fußball“, erklärte der 56-Jährige. Gleichzeitig sieht der PSG-Coach die Atmosphäre in München als zusätzliche Motivation für seine Mannschaft.

„Wir müssen gegen die Stimmung anspielen, das ist eine Extramotivation für uns, wir wollen einen starken Gegner schlagen, das reizt uns, das absolut Größte aus uns herauszuholen“, sagte Enrique.

Auch von möglichen Drucksituationen will sich Paris nicht beeinflussen lassen. Der Spanier verwies dabei auf frühere K.o.-Duelle seiner Mannschaft in der laufenden Champions-League-Saison. „Nach London sind wir mit drei Toren Vorsprung gefahren heuer, alle waren nervös. In Liverpool hatten wir zwei Tore Vorsprung – und alle sagten, wenn ihr ein Tor kassiert, wird es schwierig“, erklärte er.

Seine Mannschaft werde deshalb nicht anfangen zu rechnen. „Wir lassen uns nicht verrückt machen: Bayern kann leicht ein Tor schießen, wir aber auch“, stellte Enrique klar.

Der PSG-Trainer machte dabei unmissverständlich deutlich, welche Mentalität seine Mannschaft in München zeigen soll: „Wir wollen daher kein Resultat verteidigen, sondern auch dieses Spiel gewinnen.“

Enrique stellt sich auf Bayern-Druck ein

Luis Enrique
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Luis Enrique erwartet allerdings auch, dass der FC Bayern vor heimischem Publikum alles investieren wird, um das Finale doch noch zu erreichen. „Derjenige, der hinten liegt, wird alles geben, um das Spiel zu drehen und zu gewinnen“, sagte der Spanier.

Dennoch wolle PSG seinem offensiven Ansatz treu bleiben. „Unser Ziel, unsere Mentalität ist, alle Spiele zu gewinnen, auch auswärts. Wir wollen das Ergebnis nicht verteidigen, wir wollen auf Sieg spielen. Und das ist eine schwierige Aufgabe, eine Herausforderung“, so Enrique.

Damit ist bereits vor dem Anpfiff klar: Auch das Rückspiel zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain verspricht wieder Spektakel, Tempo und offensiven Spitzenfußball auf höchstem Niveau.

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