Millionen-Nachzahlung: Urbig-Aufstieg wird kostspielig für den FC Bayern

Vjekoslav Keskic
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Jonas Urbig entwickelt sich beim FC Bayern immer mehr zum Hoffnungsträger im Tor – und sorgt damit gleichzeitig auch beim 1. FC Köln für Freude. Denn dank spezieller Bonusvereinbarungen profitieren die Rheinländer weiterhin vom Aufstieg ihres Ex-Torwarts.

Der 22-Jährige gehört inzwischen zu den spannendsten deutschen Torhütern und hat sich in München längst in den Fokus gespielt. Sollte Urbig künftig sogar ein Pflichtspiel für die deutsche Nationalmannschaft absolvieren, würde der FC Köln laut entsprechender Transfervereinbarung erneut einen Millionenbetrag kassieren, wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet.


Nach seinem starken Auftritt in den letzten Monaten wird die Diskussion um eine WM-Nominierung immer intensiver.

Urbig überzeugt beim FC Bayern auf großer Bühne

Beim jüngsten 1:0-Erfolg gegen Wolfsburg zeigte Urbig einmal mehr, warum die Münchner große Stücke auf ihn halten. Der Vertreter des verletzten Manuel Neuer rettete den Bayern mit mehreren Glanzparaden den Sieg und verhinderte bereits vor der Pause mehrfach einen Rückstand.

Sky-Experte Lothar Matthäus zeigte sich anschließend beeindruckt: „Urbig macht ein Weltklasse-Spiel. Ich hoffe, Julian Nagelsmann schaut zu.“

Tatsächlich scheint der Bayern-Keeper inzwischen ernsthafte Chancen auf ein Ticket für die Weltmeisterschaft zu besitzen. Da Marc-André ter Stegen weiterhin verletzt fehlt, ist die Hierarchie im deutschen Tor nicht komplett festgelegt.

Oliver Baumann gilt aktuell als Nummer 1, dahinter kämpfen Alexander Nübel, Noah Atubolu, Finn Dahmen – und eben Jonas Urbig um die weiteren Plätze.

Auch die Zahlen sprechen aktuell für den Bayern-Keeper. In 18 Bundesliga-Spielen kassierte Urbig lediglich 21 Gegentore und überzeugte dabei mit starken Leistungen in Bundesliga, Pokal und Champions League.

Köln profitiert weiter vom Urbig-Aufstieg

Jonas Urbig
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Für den 1. FC Köln ist Urbigs Entwicklung auch finanziell ein Gewinn.

Der Torwart wurde zwischen 2012 und Januar 2025 beim FC ausgebildet, ehe er zum FC Bayern wechselte. Bestandteil des Deals waren offenbar verschiedene Bonuszahlungen, die an Einsätze und sportliche Erfolge gekoppelt sind.

Demnach kassieren die Kölner nicht nur bei Bayern-Einsätzen des Keepers mit, sondern auch im Fall eines DFB-Debüts. Sobald dieser ein Spiel für die Nationalmannschaft bestreitet, müssen die Bayern laut dem Kölner Stadtanzeiger dem FC eine Million Euro zusätzlich zahlen.

Der 1. FC Köln erhält zudem weitere zwei Millionen Euro, da Urbig 30 Pflichtspiele für den FC Bayern bestritt hat. Der Rekordmeister hatte im Januar 2025 eine feste Ablösesumme von sieben Millionen Euro gezahlt, die sich insgesamt auf bis zu 15 Millionen Euro erhöhen kann, wenn alle Zusatzklauseln erfüllt werden.

In München wird man diese millionenschweren Nachzahlungen durchaus verkraften können. Der Marktwert von Urbig ist seit seinem Wechsel von drei auf 15 Millionen Euro angestiegen – Tendenz stark steigend.

Sportdirektor Christoph Freund lobte ihn zuletzt deutlich: „Er ist ein absoluter Toptorhüter. Er hätte es sich verdient – und er hat die Qualität.“

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