Mit den Vertragsverlängerungen von Manuel Neuer und Sven Ulreich hat der FC Bayern eine klare Botschaft gesendet – und für Alexander Nübel endgültig die Tür zugeschlagen.
Was sich in den vergangenen Monaten bereits angedeutet hatte, ist nun praktisch offiziell bestätigt worden: Der 29-Jährige spielt in den sportlichen Planungen des Rekordmeisters keine Rolle mehr.
Besonders deutlich wurde dies in den Aussagen der Bayern-Verantwortlichen rund um die Verkündung der neuen Verträge von Neuer und Ulreich.
Sportvorstand Max Eberl machte die Hierarchie im Tor unmissverständlich klar: „Manuel Neuer, Sven Ulreich und Jonas Urbig bilden ein Torwartteam, in dem jeder seine Rolle hat und das sich gemeinsam entwickelt.“ Ein Satz, der vor allem deshalb auffiel, weil ein Name komplett fehlte: Alexander Nübel.
Auch Sportdirektor Christoph Freund bestätigt, dass Nübel in der kommenden Saison nicht Teil des Bayern-Kaders sein wird: „Wir hatten einen Austausch mit seinem Management und auch Alex weiß Bescheid, wie unsere Planungen sind.“
Spätestens damit ist klar: Die Münchner haben sich intern längst festgelegt.
Starke Saison in Stuttgart reicht Bayern nicht

Besonders bitter aus Sicht des Keepers: Sportlich hätte Nübel zuletzt durchaus Argumente gesammelt. Beim VfB Stuttgart spielte der Nationaltorhüter eine starke Saison und hatte großen Anteil an der erneuten Qualifikation für die Champions League. Trotzdem sehen die Bayern offenbar keine Zukunft mehr mit ihm.
Der Grund liegt vor allem in der neuen Torwart-Strategie des Vereins. Mit Jonas Urbig haben die Münchner bereits den designierten Neuer-Nachfolger. Gleichzeitig genießt Ulreich intern weiterhin einen enorm hohen Stellenwert als verlässlicher Backup und Führungsspieler.
Nach Informationen von Sky wollen die Bayern Nübel im Sommer möglichst dauerhaft verkaufen. Alternativ wäre auch eine Leihe mit anschließender Kaufpflicht denkbar.
Ganz einfach dürfte ein Transfer allerdings nicht werden. Nübel besitzt in München noch einen Vertrag bis 2030 und soll bis zu 11 bis 12 Millionen Euro brutto pro Jahr verdienen. Ein Gehalt, das nur wenige Interessenten problemlos stemmen können.
Besonders brisant: Wie das Portal Fussballdaten berichtet, soll FCB-intern auch über eine vorzeitige Vertragsauflösung nachgedacht werden. Mit Blick auf das kolportierte Gehalt verwundern diese Gedankenspiele nicht. Klar ist aber: Dieses Szenario würde die Bayern zu viel Geld kosten, da man keine Ablöse kassiert. Der aktuelle Marktwert von Nübel wird auf 12 Millionen Euro taxiert.

