Kaufoption gezogen: Bayern gibt Leihspieler endgültig ab

Sebastian Mittag
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Der FC Bayern verabschiedet sich endgültig von einem verliehenen Spieler. Die Kaufoption für ihn wurde gezogen.

Paul Scholl wird auch in der kommenden Saison das Trikot des Karlsruher SC tragen. Wie der Zweitligist offiziell bestätigte, haben die Badener die vereinbarte Kaufoption gezogen und den Defensivspieler dauerhaft vom FC Bayern verpflichtet.


Der 19-Jährige war erst im vergangenen Sommer auf Leihbasis vom Rekordmeister nach Karlsruhe gewechselt. Dort sammelte Scholl in den vergangenen Monaten seine ersten Erfahrungen im Profifußball.

Insgesamt absolvierte der Innenverteidiger 13 Spiele in der 2. Bundesliga und kam zusätzlich zehnmal für die U23 des KSC in der Oberliga Baden-Württemberg zum Einsatz.

Die Ablöse für Scholl durch die aktivierte Kaufoption liegt laut Transfermarkt.de bei 150.000 Euro, dazu kam eine Leihgebühr von 50.000 Euro.

KSC-Geschäftsführer Mario Eggimann zeigte sich entsprechend zufrieden mit der Entwicklung des Youngsters: „Paul hat in seinen Einsätzen seine Anlagen und sein Potenzial unter Beweis gestellt – auch in schwierigen Drucksituationen. Mit seinen 19 Jahren steht er noch am Anfang seiner Entwicklung.“

Und weiter: „Als zweikampfstarker und spielintelligenter Innenverteidiger besitzt er ein sehr interessantes Profil, auf das wir fest in unseren Planungen bauen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir den gemeinsamen Weg fortsetzen und bedanken uns für die erneut gute Zusammenarbeit beim FC Bayern München.“

Scholl fühlte sich beim KSC sofort wohl

Auch Scholl selbst machte deutlich, dass die Entscheidung für einen festen Verbleib schnell gefallen sei.

„Ich habe mich von Beginn an beim KSC sehr wohl gefühlt. Ich wurde vom Klub sehr gut aufgenommen und konnte hier die nächsten Schritte gehen, um mich stetig weiterzuentwickeln“, erklärte der Defensivspieler.

„Das möchte ich in Zukunft weiter forcieren und dafür habe ich beim KSC das optimale Setting. Aus diesem Grund war ein Verbleib keine große Frage für mich.“

Der Rechtsfuß hatte vor seiner Leihe lediglich für die zweite Mannschaft des FC Bayern gespielt. Dort absolvierte er 16 Partien in der Regionalliga Bayern.

KSC plant langfristig mit dem Ex-Bayern-Talent

Beim Karlsruher SC traut man Scholl eine starke Entwicklung in den kommenden Jahren zu.

Paul Scholl
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„Wir sind mit Pauls Entwicklung sehr zufrieden und waren über die Saison stets in guten Gesprächen“, erklärte Direktor Profifußball Timon Pauls.

„Wir sind davon überzeugt, dass Paul in den nächsten Jahren weitere Entwicklungsschritte bei uns gehen wird. Auf diesem Weg wollen wir ihn in unserem Umfeld, das er durch die Leihe bereits bestens kennt, bestmöglich unterstützen.“

Für den FC Bayern endet damit das Kapitel Paul Scholl endgültig. Der Rekordmeister setzt im eigenen Nachwuchsbereich weiterhin verstärkt auf andere Talente für die Defensive.

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