Tom Bischof galt zuletzt als einer der Geheimkandidaten für den deutschen WM-Kader. Am Ende reichte es für den Bayern-Youngster jedoch nicht für die Reise zur Weltmeisterschaft 2026 in die USA, nach Kanada und Mexiko. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärte nun ausführlich die Gründe für seine Entscheidung.
Der 20-Jährige hatte sich in den vergangenen Wochen beim FC Bayern mit starken Leistungen in den Fokus gespielt. Vor allem seine Vielseitigkeit und seine Entwicklung unter Vincent Kompany sorgten intern beim DFB für Aufmerksamkeit.
Dennoch blieb Bischof letztlich außen vor.
Nagelsmann lobt Bischofs Entwicklung
Auf der Pressekonferenz nach der offiziellen Kadernominierung machte der Bundestrainer zunächst deutlich, wie hoch der Bayern-Profi intern bewertet wird. „Wir haben einige junge, talentierte Spieler, die auf dem Sprung sind“, erklärte Nagelsmann.
Neben Said El Mala und Assane Ouedraogo nannte der DFB-Coach dabei ausdrücklich auch Tom Bischof. „Sie haben alle drei großes Potenzial. Aus unterschiedlichen Gründen sind sie nun nicht dabei“, so Nagelsmann weiter.
Auf Nachfrage ging der Bundestrainer anschließend konkreter auf den Bayern-Spieler ein. „Bei Tom ist es so, dass es auf seiner eigentlichen Position viel Konkurrenz gibt“, erklärte Nagelsmann.
Zwar habe Bischof beim FC Bayern zuletzt auf mehreren Positionen überzeugt, unter anderem sogar als Linksverteidiger, dennoch sei die Konkurrenzsituation im DFB-Team aktuell enorm. „Er hat es sehr gut gemacht, das steht außer Frage“, betonte der Bundestrainer.
Bischof hinterließ starken Eindruck

Intern wurde Bischof laut Nagelsmann sehr intensiv diskutiert. „Seinen Namen haben wir auch sehr lange diskutiert und er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, verriet der 38-Jährige.
Gerade seine Entwicklung in München wird beim DFB äußerst positiv bewertet.
Unter Vincent Kompany entwickelte sich der U21-Nationalspieler in seiner ersten Saison beim FC Bayern zu einem flexiblen und taktisch vielseitigen Spieler.
Trotz der WM-Absage machte Nagelsmann dem Youngster gleichzeitig Hoffnung auf die Zukunft. „Wenn alles normal läuft, wird er auch Turniere mit dem DFB spielen“, erklärte der Bundestrainer. Und weiter: „Ich halte auf jeden Fall sehr viel von ihm, er hat eine große Zukunft vor sich.“
Für Tom Bischof dürfte die Nicht-Nominierung zwar zunächst eine Enttäuschung sein. Gleichzeitig zeigen die Aussagen des Bundestrainers aber deutlich, dass der Bayern-Profi beim DFB längst auf dem Radar für die kommenden Jahre steht.

