Beim FC Bayern bereitete man sich auf den Transfersommer vor. Präsident Herbert Hainer hat nun Einblicke in die Pläne der Münchner gegeben.
Der FC Bayern arbeitet intensiv am Kader für die kommende Saison. Während zahlreiche Namen rund um die Säbener Straße kursieren, hat Präsident Herbert Hainer nun im Gespräch mit der Sport BILD über die Transferstrategie des Rekordmeisters gesprochen.
Besonders interessant: Dabei ging es auch um das Berliner Top-Talent Kennet Eichhorn, das seit Wochen mit den Münchnern in Verbindung gebracht wird.
Hainer sieht vor allem die Entwicklung von Lennart Karl als wichtiges Signal für junge Spieler. „Ich bin überzeugt davon, dass Lennarts Entwicklung für Talente immer eine Motivation ist“, erklärte der Bayern-Präsident.
Und weiter: „Früher hieß es, dass man als junger Spieler keine Chance bei Bayern hat. Das gilt nicht mehr.“
Tatsächlich setzt der FC Bayern inzwischen verstärkt auf eigene Talente. Gleich zehn Nachwuchsspieler vom Campus feierten in dieser Saison ihr Profi-Debüt – laut Hainer ein neuer Rekord: „Wir hatten dieses Jahr zehn Debüts von Talenten vom FC Bayern Campus, Altersschnitt 17 Jahre – beides Rekord“, betonte der 71-Jährige.
Hainer äußert sich indirekt zu Gordon
Auch Anthony Gordon bleibt weiterhin ein großes Thema beim FC Bayern. Der Offensivspieler von Newcastle United gilt intern als Wunschlösung für die linke Außenbahn. Hainer wollte sich zu konkreten Namen allerdings bewusst nicht äußern.
„Ich kommentiere keine Namen“, stellte der Präsident jedoch klar.
Dennoch ließ er durchblicken, dass die Bayern weiterhin intensiv den Markt beobachten: „Generell sondiert unsere Sportliche Leitung den Markt. Da gibt es natürlich viele Kandidaten, im offensiven wie im defensiven Bereich.“

Gleichzeitig machte Hainer deutlich, dass die Münchner trotz möglicher Neuzugänge grundsätzlich vom aktuellen Kader überzeugt sind: „Insgesamt sind wir aber überzeugt, dass wir einen sehr guten Kader haben und es nur punktuelle Ergänzungen benötigt.“
Bayern wollen keine „Verrücktheiten“ machen
In den vergangenen Jahren investierte der FC Bayern mehrfach hohe Summen in neue Spieler.
Harry Kane kostete 2023 rund 100 Millionen Euro, Michael Olise wechselte 2024 für etwa 53 Millionen Euro nach München und Luis Diaz kam im vergangenen Sommer für knapp 70 Millionen Euro.
Trotzdem kündigte Hainer an, dass die Bayern weiterhin mit Augenmaß handeln wollen: „Natürlich ist der FC Bayern nach wie vor in der Lage, hohe Summen zu investieren“, erklärte der Präsident.
Gleichzeitig schob er überzogenen Forderungen allerdings einen klaren Riegel vor: „Aber wir werden wie immer keine Verrücktheiten machen – und sicher nicht das mitmachen, was sich manche Berater vorstellen.“

