Bayern drohen harte Strafen! DFB ermittelt nach Pyro-Eklat im Pokalfinale

Vjekoslav Keskic
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Die massiven Fan-Proteste beim DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart könnten für beide Vereine nun teuer werden. Nach der gigantischen Pyro-Show und der Spielunterbrechung greift der DFB-Kontrollausschuss offiziell ein.

Wie der Deutsche Fußball-Bund auf Anfrage der dpa bestätigte, wird sich der Kontrollausschuss intensiv mit den Vorfällen rund um das Finale im Berliner Olympiastadion beschäftigen.


Vor allem die enorme Menge an Pyrotechnik sowie die kurzzeitige Unterbrechung der Partie dürften dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Massive Proteste gegen den DFB

Die Fans beider Vereine hatten ihren Unmut über den Verband während der zweiten Halbzeit deutlich zum Ausdruck gebracht. Neben lautstarken „Scheiß DFB“-Sprechchören wurden auch mehrere große Transparente präsentiert.

Besonders auffällig: Ein riesiges Banner mit einem durchgestrichenen DFB-Logo wanderte durch den Unterrang des Olympiastadions. Darauf zu lesen waren die Worte: „Kläger, Richter, Henker“.

Die Proteste richteten sich vor allem gegen die aus Sicht vieler Fans überzogenen Ticketpreise sowie die Rechtsprechung des DFB bei Fanvergehen.

Spiel musste unterbrochen werden

Kurz nach dem Führungstor von Harry Kane eskalierte die Situation endgültig. Beide Fanlager zündeten massive Mengen Pyrotechnik, wodurch das Olympiastadion teilweise komplett vernebelt wurde. Schiedsrichter Sven Jablonski sah sich daraufhin gezwungen, die Partie kurzzeitig zu unterbrechen. Genau diese Spielunterbrechung könnte nun besonders teuer werden.

Laut der „Richtlinie für die Arbeit des DFB-Kontrollausschusses“ erhöhen sich Geldstrafen bei Unterbrechungen zwischen einer und fünf Minuten automatisch um 50 Prozent.

Die möglichen Summen sind enorm. Pro gezündeter Pyro-Fackel berechnet der DFB bei Bundesligisten rund 1000 Euro. Hinzu kommen zusätzliche Strafen für verbotene Banner und weitere Verstöße. Dadurch könnten sich die Gesamtstrafen für den FC Bayern und den VfB Stuttgart im sechsstelligen Bereich bewegen.

Zum Vergleich: Drittligist Arminia Bielefeld musste im Vorjahr nach dem Pokalfinale rund 50.000 Euro Strafe zahlen.

Hoeneß fordert hartes Durchgreifen

Uli Hoeneß
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Besonders deutlich reagierte Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß auf die Protestaktion. „Die Vereine, der DFB und die Politik müssen hart durchgreifen, dass solche Unverschämtheiten nicht mehr passieren“, polterte der 74-Jährige bei Sky.

Hoeneß zeigte dabei wenig Verständnis für die Fanproteste. „Dabei hat sich der DFB gar nichts zuschulden kommen lassen“, erklärte der Bayern-Patron weiter.

Deutlich zurückhaltender reagierte dagegen Stuttgarts Vorstandschef Alexander Wehrle. „Generell ist es so, dass wir die Fankultur unterstützen“, erklärte der VfB-Boss.

Gleichzeitig machte Wehrle jedoch klar, dass Spielunterbrechungen für ihn eine Grenze überschreiten. „Der Fußball sollte schon die 90 Minuten im Mittelpunkt stehen“, betonte der 51-Jährige.

Wie hoch die endgültigen Strafen ausfallen werden, dürfte der DFB-Kontrollausschuss nun in den kommenden Tagen entscheiden.

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