Lange galt die Vertragsverlängerung von Harry Kane beim FC Bayern als reine Formalität. Doch die jüngsten Aussagen des Engländers zeigen deutlich: Die Münchner stehen vor einem komplizierten und vor allem teuren Vertragspoker.
Mit 61 Toren in 51 Pflichtspielen spielte Harry Kane die beste Saison seiner Karriere. Der Engländer schoss den FC Bayern mit seinem Hattrick im Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart sogar quasi im Alleingang zum Double.
An der Säbener Straße besteht deshalb keinerlei Zweifel daran, dass man den 32-Jährigen langfristig halten möchte. Doch genau diese Ausgangslage stärkt natürlich auch Kanes Verhandlungsposition.
Kane denkt an einen der letzten großen Verträge
Nach dem Pokalfinale äußerte sich der Stürmer erstmals konkreter zu seiner Zukunft – und machte dabei klar, dass er seine aktuelle Position sehr genau kennt. „An diesem Punkt in meiner Karriere will ich das meiste aus einem Vertrag herausholen. Das wird einer der letzten Verträge sein, die ich als Spieler unterschreibe“, erklärte Kane.
Diese Aussage dürfte intern genau registriert worden sein. Denn schon jetzt zählt der Engländer mit einem geschätzten Jahresgehalt von rund 24 bis 25 Millionen Euro zu den absoluten Topverdienern beim FC Bayern.
Besonders brisant: Kane besitzt weiterhin enorme Marktattraktivität – vor allem außerhalb Europas.
Immer wieder wird der Bayern-Star mit einem Wechsel nach Saudi-Arabien in Verbindung gebracht. Dort könnte der Engländer Medienberichten zufolge bis zu 50 Millionen Euro netto pro Saison verdienen.
Entsprechend unwahrscheinlich erscheint es aktuell, dass Kane bei einer Verlängerung finanzielle Abstriche akzeptieren würde. Vielmehr dürfte der Angreifer versuchen, noch einmal einen absoluten Topvertrag auszuhandeln.
Auch bei der Laufzeit gibt es Differenzen

Neben dem Gehalt sorgt offenbar auch die Vertragsdauer für Gesprächsbedarf. Während der FC Bayern laut Berichten ein flexibles 1+1-Modell bis 2029 bevorzugt, soll Kane einen festen Dreijahresvertrag bis 2030 anstreben.
Gerade wegen seines Alters wägen die Bayern-Verantwortlichen das Risiko eines langfristigen Mega-Vertrags genau ab. Sportlich liefert Kane zwar weiterhin Weltklasse-Leistungen, gleichzeitig möchte der Rekordmeister künftig vorsichtiger mit langfristigen Hochverdiener-Verträgen umgehen.
Zuletzt hatte Max Eberl angekündigt, die Gespräche nach Saisonende intensivieren zu wollen – idealerweise mit einer Einigung noch vor Beginn der Weltmeisterschaft.
Kane selbst trat jedoch auf die Euphoriebremse. „Natürlich ist jetzt nicht die Zeit zu sprechen“, erklärte der Angreifer.
Man habe vereinbart, sich zunächst auf die Saison und anschließend auf die WM zu konzentrieren. Gleichzeitig betonte Kane aber auch: „Beide Seiten sind sehr glücklich miteinander.“
Der Stürmer kündigte offene Gespräche an: „Ich bin ein offener, ehrlicher Typ. Ich werde ehrliche Diskussionen mit den Verantwortlichen führen.“
Klar ist allerdings schon jetzt: Eine Verlängerung mit Kane wird den FC Bayern sportlich wie finanziell maximal fordern.

