Die Zeichen bei Alexander Nübel stehen endgültig auf Abschied. Obwohl der Nationaltorhüter sportlich überzeugte, spielt er in den Zukunftsplänen des FC Bayern keine Rolle mehr. Mehrere internationale Topklubs haben die Situation bereits aufmerksam registriert.
Wie die Sport BILD berichtet, wird Alexander Nübel den FC Bayern im Sommer aller Voraussicht nach verlassen. Der 29-Jährige kehrt nach seiner Leihe aus Stuttgart zunächst zwar nach München zurück, soll dort aber keine Perspektive mehr besitzen.
Nübel wurde bereits darüber informiert, dass der Rekordmeister mit Manuel Neuer, Jonas Urbig und Sven Ulreich als Torwart-Team in die neue Saison gehen möchte.
Laut der Sport BILD soll Torwarttrainer Michael Rechner dem Keeper diese Entscheidung bei einem Geheimtreffen persönlich mitgeteilt haben.
Für Nübel bedeutet das praktisch das Ende seiner Bayern-Perspektive – trotz eines Vertrags bis 2029 inklusive Option.
Dabei hätte der VfB Stuttgart den Torwart offenbar gerne weiterhin gehalten. Vor allem Sebastian Hoeneß soll intern für einen Verbleib plädiert haben. Allerdings können sich die Schwaben eine feste Verpflichtung finanziell wohl nicht leisten.
Stattdessen soll künftig Eigengewächs Dennis Seimen zur neuen Nummer 1 aufgebaut werden.
Juventus und Manchester City beobachten Nübel

Der Markt für Nübel scheint dennoch vorhanden zu sein. Laut dem Bericht haben bereits Juventus Turin und Manchester City Kontakt zum Management des deutschen Nationalkeepers aufgenommen.
Vor allem das Interesse von Manchester City sorgt dabei für Aufmerksamkeit. Nach dem angekündigten Guardiola-Abschied könnten die Skyblues im Sommer mehrere Positionen neu strukturieren – darunter offenbar auch die Torwart-Frage.
Auch Juventus beschäftigt sich intensiv mit der Situation des ehemaligen Schalke-Keepers. Die Italiener suchen perspektivisch nach mehr Stabilität und Konkurrenz auf der Torwartposition.
Der FC Bayern hofft auf eine Ablösesumme zwischen zehn und 15 Millionen Euro.
Verhältnis zu Neuer bleibt angespannt
Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch das offenbar weiterhin schwierige Verhältnis zwischen Nübel und Manuel Neuer.
Nach dem DFB-Pokalfinale zwischen Bayern und Stuttgart sollen sich beide Torhüter demonstrativ ignoriert haben. Während Neuer VfB-Coach Sebastian Hoeneß begrüßte, habe er Nübel keines Blickes gewürdigt. Auch der Nationalkeeper soll zuvor bewusst an Neuer vorbeigegangen sein.
Die Spannungen sollen sogar beim DFB intern diskutiert worden sein. Dem Bericht zufolge habe man sich gefragt, ob das Verhältnis der beiden Keeper Auswirkungen auf das Mannschaftsgefüge während der WM-Vorbereitung haben könnte.
Klar scheint inzwischen vor allem eines: Nübels Zeit beim FC Bayern nähert sich endgültig dem Ende.

