Kroos verteidigt Neuer-Comeback – kritisiert aber den DFB

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Die Rückkehr von Manuel Neuer in die deutsche Nationalmannschaft sorgt weiterhin für Diskussionen. Nun hat sich auch Ex-Nationalspieler Toni Kroos zur Entscheidung von Julian Nagelsmann geäußert – und dabei eine differenzierte Einschätzung abgegeben.

Im seinem Podcast Einfach mal Luppen, den Kroos gemeinsam mit seinem Bruder Felix produziert, sprach der Weltmeister von 2014 ausführlich über den aktuellen WM-Kader des DFB.


Grundsätzlich zeigte sich Kroos mit der Auswahl zufrieden, machte aber deutlich, dass er einzelne Entscheidungen anders getroffen hätte. So hätte der frühere Real-Star beispielsweise Yann Bisseck für die Defensive nominiert, den er vor allem wegen seiner körperlichen Präsenz schätzt.

Kroos hält Neuer-Rückkehr sportlich für richtig

Natürlich wurde im Podcast auch Manuel Neuer thematisiert. Die Rückkehr des Bayern-Keepers zwei Jahre nach seinem Rücktritt hatte zuletzt für viel Diskussionen gesorgt – vor allem wegen der Kommunikation rund um Oliver Baumann.

Sportlich kann Kroos die Entscheidung allerdings nachvollziehen. „Vielleicht hätte man es zwei, drei Tage früher klären sollen. Aber sportlich gesehen ist es richtig, mit den Besten zur WM zu fahren und weniger auf Befindlichkeiten zu achten“, erklärte der 36-Jährige.

Damit stärkte Kroos sowohl Neuer als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann den Rücken. Gerade auf höchstem Niveau sei die Erfahrung und Qualität des Bayern-Keepers weiterhin ein enormer Faktor.

Felix Kroos äußert Zweifel an Neuers Konstanz

Manuel Neuer
Foto: IMAGO

Ganz ohne Bedenken blieb die Diskussion allerdings nicht. Felix Kroos verwies vor allem auf die fehlende Konstanz des 40-Jährigen in den vergangenen Jahren.

„Bei ihm hat mir die Konstanz in den letzten Jahren gefehlt, dass er mal über sieben, acht Spiele Weltklasse spielt. Oliver Baumann hat dagegen sehr konstant gespielt“, erklärte er.

Gleichzeitig betonte auch Felix Kroos, dass dies keine grundsätzliche Kritik an der Entscheidung sei: „Aber ich äußere ja nur Bedenken und sage nicht, dass die Entscheidung falsch ist.“

Neuer arbeitet weiter am WM-Comeback

Aktuell kämpft Manuel Neuer weiterhin an seiner Fitness. Wegen einer Blessur an der Wade hatte der Bayern-Keeper zuletzt bereits das DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart verpasst.

Auch das erste Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Finnland wird Neuer nicht bestreiten können. Das zweite Vorbereitungsspiel gegen die USA gilt derzeit als realistisches Comeback-Ziel.

Die Diskussionen um seinen körperlichen Zustand dürften damit allerdings weitergehen. Kritiker sehen sich durch die erneuten Probleme bestätigt und zweifeln daran, ob Neuer bei der Weltmeisterschaft tatsächlich dauerhaft bei 100 Prozent sein kann.

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