Der FC Bayern gehört nicht nur sportlich und wirtschaftlich zur Spitze Europas – auch bei den Zahlungen an Spielerberater und Vermittler spielt der Rekordmeister in einer eigenen Liga. Jetzt veröffentlichte Zahlen der DFL zeigen, welche gigantischen Summen in München zuletzt geflossen sind.
Wie aus dem aktuellen DFL-Finanzreport hervorgeht, zahlte der FC Bayern im Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt 49,8 Millionen Euro an Spielervermittler und Berater.
Damit liegen die Münchner in Deutschland klar an der Spitze.
Bayern investierte massiv in den Kader
Die enorme Summe kommt wenig überraschend. Schließlich stellte der Rekordmeister im vergangenen Jahr personell zahlreiche Weichen neu.
Allein für die Verpflichtungen von Michael Olise, João Palhinha und Hiroki Ito investierten die Bayern knapp 130 Millionen Euro Ablöse. Hinzu kamen weitere Transfers wie Jonas Urbig oder Eric Dier.
Auch die Verpflichtung von Vincent Kompany als neuem Cheftrainer dürfte zusätzliche Beraterkosten verursacht haben. Gerade bei internationalen Top-Transfers und hochkarätigen Vertragsverhandlungen fließen oft Millionenbeträge an Vermittler und Agenturen.
Hoeneß dürfte die Zahlen kritisch sehen

Besonders interessant: Die hohen Beraterzahlungen dürften intern nicht überall gut ankommen. Vor allem Uli Hoeneß gilt seit Jahren als scharfer Kritiker des Beratergeschäfts im Fußball.
Immer wieder hatte der Bayern-Patron öffentlich moniert, dass Vermittler bei Transfers inzwischen enorme Summen verdienen würden.
Die neuen Zahlen zeigen nun eindrucksvoll, welche Dimensionen das Geschäft mittlerweile angenommen hat – selbst beim FC Bayern.
Im Bundesliga-Vergleich liegt Borussia Dortmund auf Platz zwei. Der BVB zahlte im selben Zeitraum etwas mehr als 35 Millionen Euro an Berater und Vermittler.
Damit heben sich die beiden deutschen Topklubs deutlich vom Rest der Liga ab.
Die DFL weist allerdings darauf hin, dass die Zahlen nur bedingt vergleichbar seien. Hintergrund ist, dass Umfang und Struktur von Transfers, Vertragsverlängerungen oder Trainerwechseln von Klub zu Klub stark variieren können.

