David Alaba blickt trotz seines bevorstehenden Abschieds von Real Madrid mit großer Dankbarkeit auf seine Zeit beim FC Bayern zurück. Eine Rückkehr nach München scheint für den Österreicher dennoch kein Thema zu sein.
Beim FC Bayern entwickelte sich David Alaba einst vom Campus-Talent zum Weltklassespieler. Insgesamt 13 Jahre stand der Österreicher beim deutschen Rekordmeister unter Vertrag, gewann dabei zahlreiche Titel und prägte eine der erfolgreichsten Epochen der Vereinsgeschichte mit.
Im Interview mit dem Magazin Sports Illustrated sprach der 33-Jährige nun überraschend offen und emotional über seine Vergangenheit in München. „Das war eine prägende Zeit für mich als Spieler und Mensch, ich bin dort gereift und erwachsener geworden, habe bittere Niederlagen erlebt und viele Titel gefeiert“, erklärte Alaba.
Mit dem FC Bayern gewann der Defensivspieler unter anderem zehn deutsche Meisterschaften, sechs DFB-Pokale und zweimal die Champions League. Trotz seines Wechsels zu Real Madrid im Sommer 2021 scheint die Verbindung nach München weiterhin besonders zu sein.
„Der Verein wird immer einen Platz in meinem Herzen haben“, betonte Alaba.
Rückkehr nach München offenbar ausgeschlossen

Eine Rückkehr an die Säbener Straße gilt aktuell dennoch als äußerst unwahrscheinlich.
Bereits im vergangenen November hatte Bayern-Sportdirektor Christoph Freund entsprechende Spekulationen deutlich abgekühlt. „Da gibt es jetzt keine Pläne“, erklärte der Österreicher damals bei Sky.
Stattdessen deutet aktuell vieles darauf hin, dass Alaba seine Karriere außerhalb Europas fortsetzen könnte. Vor allem Klubs aus der MLS sowie aus Saudi-Arabien sollen sich intensiv mit dem erfahrenen Verteidiger beschäftigen. Auch RB Salzburg wird immer wieder als möglicher Kandidat genannt.
Alaba spricht offen über schwierige Phasen
Im Gespräch blickte Alaba zudem auf die Schattenseiten seiner frühen Karriere zurück. Gerade der schnelle Aufstieg beim FC Bayern sei nicht immer einfach gewesen.
„Gerade als junger Spieler, wenn man plötzlich in der Öffentlichkeit steht und viel Aufmerksamkeit bekommt, ist das nicht immer einfach“, erklärte der österreichische Nationalspieler. Vor allem Verletzungen hätten ihn in den vergangenen Jahren geprägt und reifen lassen. „Ich habe durch Verletzungen viel gelernt – gerade, was den Umgang mit Rückschlägen angeht“, so Alaba weiter.
Trotz aller emotionalen Erinnerungen macht Alaba deutlich, dass er sich nicht zu sehr mit der Vergangenheit beschäftigt. „Ich bin niemand, der ständig in Erinnerungen an die Vergangenheit schwelgt“, stellte der ehemalige Bayern-Profi klar.
Während sich der Österreicher aktuell mit der Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft vorbereitet, läuft parallel offenbar bereits die Suche nach einem neuen Klub für die Zeit nach Real Madrid.

