Die Sorgen um Manuel Neuer werden kleiner. Der Kapitän des FC Bayern macht nach seiner Wadenverletzung offenbar gute Fortschritte und liegt im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2026 voll im Zeitplan.
Nachdem Neuer bereits das DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart verpasst hatte, steht der 40-Jährige derzeit bei der deutschen Nationalmannschaft weiter im Reha-Programm. Voll belastbar ist der Bayern-Keeper zwar noch nicht, doch die jüngsten Aussagen von Bundestrainer Julian Nagelsmann machen Hoffnung.
Auf der Pressekonferenz vor dem Testspiel gegen Finnland gab der DFB-Coach ein positives Update zum Gesundheitszustand seines Schlussmanns. „Heute war er schon schneller unterwegs im Laufen, sieht gut aus, gibt keine Probleme, also voll im Soll, es läuft alles“, erklärte Nagelsmann.
Finnland-Spiel kommt für Neuer noch zu früh
Für das Testspiel am Sonntagabend gegen Finnland wird Neuer dennoch noch keine Option sein. Der Bundestrainer möchte beim Bayern-Kapitän kein unnötiges Risiko eingehen und setzt stattdessen auf Oliver Baumann im Tor.
Die Entscheidung gilt als reine Vorsichtsmaßnahme. Laut Nagelsmann soll in den kommenden Tagen weiter beobachtet werden, wie Neuer auf die steigenden Belastungen reagiert.
Ob der Routinier bereits beim zweiten WM-Test gegen die USA wieder einsatzbereit ist, soll kurzfristig entschieden werden. „Ein bis zwei Tage vorher werden wir entscheiden, ob es Sinn macht“, erklärte Nagelsmann.
WM-Auftakt bleibt das große Ziel

Der klare Fahrplan sieht vor, dass Neuer spätestens zum WM-Start am 14. Juni gegen Curaçao wieder zwischen den Pfosten steht. Aktuell gibt es laut DFB keine Anzeichen, die dieses Ziel gefährden könnten.
Für den FC Bayern sind die positiven Nachrichten ebenfalls wichtig. Nach mehreren kleineren Verletzungen im Saisonendspurt soll Neuer die Sommerpause nutzen, um körperlich wieder vollständig auf Topniveau zu kommen.
Beim DFB genießt der Weltmeister von 2014 trotz seiner längeren Nationalmannschaftspause weiterhin großes Vertrauen. Seine überraschende Rückkehr hatte zuletzt für intensive Diskussionen gesorgt, nachdem Oliver Baumann ursprünglich als Nummer eins für die Weltmeisterschaft vorgesehen war.
Gegen Finnland wird Baumann nun die nächste Chance erhalten, sich zu präsentieren. Jonas Urbig, der als zusätzlicher Torhüter mitgereist ist, wird dafür in den Spieltagskader rücken.
Aus Sicht von Bayern und der Nationalmannschaft zählt derzeit jedoch vor allem eines: Neuer macht Fortschritte – und der WM-Auftakt rückt immer näher.

