Joshua Kimmich entschied sich im Frühjahr 2025 für München, dabei war lange über einen möglichen Wechsel zum aktuellen CL-Sieger aus Paris spekuliert worden. Lothar Matthäus sieht darin keine verpasste Chance.
Lothar Matthäus kann sich nicht vorstellen, dass Kimmich seine Entscheidung für den FC Bayern bereut hat. Der TV-Experte begründet seine Einschätzung auch mit der Rolle, die der Nationalspieler in München einnimmt.
“Zum einen wäre er bei Paris nicht Kapitän geworden. Das ist auch schon einmal eine Ehre, beim FC Bayern in der Zukunft Kapitän zu sein”, sagte Matthäus der BILD.
Aktuell trägt Manuel Neuer beim deutschen Rekordmeister noch die Binde. Kimmich ist erster Stellvertreter und gilt als designierter Nachfolger des 40-Jährigen. In der deutschen Nationalmannschaft ist der Rechtsfuß bereits seit 2024 Spielführer.
Matthäus sieht Bayern und PSG nah beieinander

Auch sportlich bewertet Matthäus Kimmichs Entscheidung nicht als Rückschritt. Der Weltmeister von 1990 verwies auf das Halbfinale in der Champions League, in dem Bayern und PSG aus seiner Sicht “auf Augenhöhe” agiert hätten. Beim 4:5 und 1:1 hätten laut Matthäus “Nuancen” den Unterschied gemacht.
Dass Paris zuletzt zweimal die Champions League gewonnen hat, ändert für Matthäus nichts an seiner Einordnung. Kimmich habe “keinen Fehler” gemacht, beim FC Bayern zu verlängern. Zudem verwies Matthäus darauf, dass sich der gelernte Mittelfeldspieler mit seiner Familie in München wohlfühle.
Kimmich spielt seit 2015 für den FC Bayern und hat inzwischen 494 Pflichtspiele für den Klub absolviert. Nur elf Vereinslegenden kamen in der langen Bayern-Historie häufiger zum Einsatz. Seine Bilanz umfasst unter anderem zehn Meisterschaften, vier DFB-Pokalsiege und den Champions-League-Triumph 2020. Der Vertrag bis 2029 hält die Tür für weitere Kapitel in München offen.

