Erster Sommer-Transfer? Bayern-Deal befindet sich auf der Zielgeraden

Vjekoslav Keskic
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Vor wenigen Monaten kannte außerhalb Afrikas kaum jemand den Namen Bara Sapoko Ndiaye. Nun steht der 18-Jährige vor seiner ersten Weltmeisterschaft und soll langfristig an den FC Bayern gebunden werden. Die Entwicklung des Senegalesen gehört zu den bemerkenswertesten Geschichten der vergangenen Monate an der Säbener Straße.

Wie der senegalesische Journalist Khadim Diakhaté berichtet, haben sich die Bayern mit Ndiaye bereits auf einen Fünfjahresvertrag verständigt. Demnach soll der Mittelfeldspieler nach seinem Leihjahr fest verpflichtet werden und künftig bis 2031 an den Rekordmeister gebunden sein.


Eine offizielle Bestätigung steht zwar noch aus, die Zeichen verdichten sich jedoch, dass der Deal zeitnah über die Bühne gehen könnte. Ob und wie viel Ablöse die Bayern für Ndiaye zahlen müssen, ist noch offen.

WM-Nominierung als nächster Meilenstein

Der nächste große Erfolg ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Nur zwei Tage nach seinem Debüt für die senegalesische Nationalmannschaft wurde Ndiaye von Nationaltrainer Pape Thiaw für die Weltmeisterschaft 2026 nominiert.

Damit nimmt der 18-Jährige bereits wenige Monate nach seiner Ankunft in Europa am größten Turnier des Weltfußballs teil.

Für Ndiaye ist dies die Krönung eines rasanten Aufstiegs, der Anfang des Jahres noch kaum vorstellbar erschien. Über die Gambino Stars Academy in Gambia und das Bayern-Netzwerk rund um Red&Gold Football fand der junge Mittelfeldspieler den Weg nach München.

Kompany schenkte ihm das Vertrauen

Bara Ndiaye
Foto: IMAGO

Der Start beim FC Bayern verlief allerdings alles andere als problemlos. Mehrere kleinere Verletzungen und ein Trainingsrückstand erschwerten die Eingewöhnung erheblich.

Hinzu kam eine besondere Herausforderung: Aufgrund der FIFA-Regularien durfte Ndiaye weder in der Jugend noch bei den Amateuren eingesetzt werden. Dadurch blieb lediglich der Weg über die Profimannschaft.

Vincent Kompany entschied sich dennoch bewusst dafür, den Senegalesen schrittweise heranzuführen.

Nach seinem Debüt beim 5:0 gegen St. Pauli sammelte Ndiaye weitere Einsatzminuten gegen Stuttgart, ehe er Ende April beim spektakulären 4:3-Erfolg in Mainz erstmals in der Startelf stand und direkt überzeugte.

Die Leistungen blieben auch international nicht unbemerkt. Sein Marktwert entwickelte sich nahezu explosionsartig. Innerhalb von fünf Monaten stieg dieser laut Transfermarkt von 300.000 Euro auf vier Millionen Euro an. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 1.200 Prozent.

Mit der WM-Teilnahme könnte dieser Wert nun nochmals deutlich wachsen.

Wie geht es nach der WM weiter?

Die spannendste Frage lautet jetzt, welche Rolle Ndiaye künftig beim FC Bayern einnehmen wird. Intern wird der Senegalese als langfristiges Projekt betrachtet. Gleichzeitig haben seine ersten Auftritte gezeigt, dass er bereits jetzt über das Potenzial verfügt, auf höchstem Niveau mitzuhalten.

Die geplante Vertragsunterschrift wäre daher nicht nur eine Belohnung für seine Entwicklung, sondern auch ein klares Signal der Bayern-Verantwortlichen. Nach Lennart Karl und Tom Bischof könnte Ndiaye eines der spannendsten Zukunftsprojekte des Rekordmeisters werden.

Für den Moment richtet sich der Fokus jedoch auf die Weltmeisterschaft. Dort erhält der 18-Jährige die Chance, sich endgültig auf der internationalen Bühne zu präsentieren.

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