Hype und Erwartungen: So geht Bayern-Juwel Karl mit Druck um

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Lennart Karl hat in der vergangenen Saison einen kometenhaften Aufstieg hingelegt. Der 18-Jährige etablierte sich beim FC Bayern als feste Option für Vincent Kompany, debütierte in der Nationalmannschaft und gilt inzwischen als eines der größten Talente Europas. Doch mit dem Erfolg kamen auch neue Herausforderungen – insbesondere der wachsende Druck.

Während Karl zu Saisonbeginn noch weitgehend unbekümmert aufspielte, änderte sich die Wahrnehmung mit jedem Tor und jeder Vorlage. Die Öffentlichkeit wurde auf den Youngster aufmerksam, die Erwartungen stiegen kontinuierlich an.


Im vereinseigenen Mitgliedermagazin 51 sprach der Offensivspieler nun offen darüber, wie sich sein Alltag durch den plötzlichen Hype verändert hat.

Karl spürte die steigenden Erwartungen

„Als die ersten Tore kamen, die ersten Vorlagen, wurde die Öffentlichkeit präsenter – das spürt man einfach“, erklärte Karl rückblickend.

Trotz der wachsenden Aufmerksamkeit versucht der Bayern-Profi, seine Herangehensweise nicht zu verändern. Gerade bei Spielen in der Allianz Arena mit über 75.000 Zuschauern sei das allerdings nicht immer einfach.

„So einfach ist es natürlich nicht, in der Allianz Arena vor 75.000 Zuschauern. Aber ich versuche, es genau so zu behandeln: mein Spiel zu spielen, so wie früher in der U17 oder U19. Und meistens klappt es dann auch“, betonte der 18-Jährige.

Acht torlose Spiele wurden zur Belastungsprobe

Lennart Karl
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Besonders deutlich wurde der neue Druck für Karl zu Beginn der Rückrunde. Nach seinem starken Saisonstart folgte erstmals eine Phase, in der die erhofften Erfolgserlebnisse ausblieben.

„Zu Beginn der Rückrunde hatte ich eine Phase, in der ich acht Spiele kein Tor gemacht habe. Da habe ich gemerkt, wie genau man beobachtet wird, dass jede Aktion plötzlich mehr Gewicht hat“, verriet der Nationalspieler.

Gerade in dieser Phase sei ihm bewusst geworden, wie schnell sich die Wahrnehmung im Profifußball verändern könne.

Trainer Vincent Kompany hatte während der gesamten Saison immer wieder versucht, den Druck von seinem Schützling fernzuhalten. Der Belgier betonte mehrfach öffentlich, dass andere Spieler die Verantwortung tragen müssten und Karl vor allem seine Unbekümmertheit bewahren solle.

Der Youngster scheint diese Botschaft verinnerlicht zu haben. „Langsam ist da schon ein gewisser Druck entstanden. Aber ich kann damit umgehen“, erklärte Karl selbstbewusst.

Nächster Schritt bei der WM?

Die Aussagen zeigen, wie reif der 18-Jährige bereits mit den Herausforderungen des Profifußballs umgeht. Der enorme Hype scheint ihn bislang nicht aus der Bahn geworfen zu haben.

Nun wartet mit der Weltmeisterschaft die nächste große Bühne. Nach seinem starken Auftritt gegen Finnland gehört Karl zu den spannendsten Personalien im Kader von Julian Nagelsmann.

Sollte er dort an seine Leistungen aus München anknüpfen, dürfte der Druck zwar weiter steigen – gleichzeitig aber auch sein Status als eines der größten Zukunftsversprechen des deutschen Fußballs.

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