Nathaniel Brown zählt zu den großen Überraschungen der vergangenen Bundesliga-Saison. Der Linksverteidiger von Eintracht Frankfurt spielte sich nicht nur in den Fokus von Bundestrainer Julian Nagelsmann, sondern offenbar auch auf die Wunschlisten europäischer Topklubs. Doch ein Wechsel zum FC Bayern könnte an einer entscheidenden Hürde scheitern: dem Preis.
Der 22-Jährige gehört aktuell zu den spannendsten deutschen Spielern auf seiner Position. Seine starken Leistungen bei der Eintracht haben ihm inzwischen sogar einen Platz im WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft eingebracht. Entsprechend groß ist das Interesse auf dem Transfermarkt.
Wie zuletzt berichtet wurde, beschäftigt sich auch der FC Bayern mit dem dynamischen Außenverteidiger. Doch nach Informationen von BILD-Reporter Christian Falk könnte die Angelegenheit deutlich komplizierter werden als zunächst gedacht.
Frankfurt fordert 65 Millionen Euro
Demnach verlangt Eintracht Frankfurt eine Ablösesumme von rund 65 Millionen Euro für Brown. Eine Größenordnung, die selbst für den FC Bayern aktuell schwer darstellbar wäre.v„Frankfurt verlangt eine Ablösesumme von rund 65 Millionen Euro. Das wäre für Bayern zu viel“, erklärte Falk.
Damit dürfte ein Transfer kurzfristig kaum realisierbar sein. Zumal die Münchner auf der linken Abwehrseite mit Alphonso Davies und Hiroki Ito bereits zwei Spieler unter Vertrag haben.
Nach Informationen von Falk wäre eine Verpflichtung Browns ohnehin nur dann realistisch, wenn Bayern zuvor personelle Veränderungen auf der Position vornimmt.
Demnach müssten die Münchner entweder Hiroki Ito oder Alphonso Davies abgeben, um den nötigen finanziellen und sportlichen Spielraum für einen Transfer zu schaffen.
Aktuell deutet allerdings wenig darauf hin, dass Bayern einen solchen Schritt plant. Davies gilt trotz seiner Verletzung weiterhin als wichtiger Bestandteil der Zukunftsplanung, während Ito intern ebenfalls geschätzt wird.
Neben dem Rekordmeister soll auch der FC Arsenal großes Interesse an Brown haben. Die Londoner suchen nach Verstärkungen für die linke Abwehrseite und verfolgen die Entwicklung des deutschen Nationalspielers schon länger.
Für Frankfurt könnte sich daraus ein lukrativer Bieterwettstreit entwickeln. Schließlich hatten die Hessen Brown erst Anfang 2024 für rund drei Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg verpflichtet. Ein Verkauf für 65 Millionen Euro würde einen enormen Gewinn bedeuten.
WM könnte Browns Marktwert weiter steigern

Zusätzliche Brisanz erhält die Personalie durch die anstehende Weltmeisterschaft. Brown überzeugte bereits beim 4:0-Testspielsieg gegen Finnland und darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine wichtige Rolle im Team von Julian Nagelsmann machen.
Der Bundestrainer zeigte sich zuletzt jedenfalls angetan von den Qualitäten des Frankfurters: „Er hat sehr viel Potenzial, ist ein sehr guter Eins-gegen-eins-Spieler, hat viel Tempo, macht es sehr clever und fühlt sich wohl im Halbraum.“
Sollte Brown seine Leistungen bei der WM bestätigen, könnte sein Marktwert weiter steigen. Für den FC Bayern würde eine Verpflichtung damit eher schwieriger als einfacher werden.
Die Münchner werden die Entwicklung des Nationalspielers in Nordamerika dennoch genau verfolgen. Ob daraus jedoch zeitnah ein konkreter Transfer wird, erscheint angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen eher unwahrscheinlich.

