Der Schock über das WM-Aus von Lennart Karl sitzt weiterhin tief. Nachdem der Bayern-Youngster am Freitag die niederschmetternde Diagnose eines Muskelbündelrisses erhalten hatte, spielten sich im Lager der deutschen Nationalmannschaft offenbar emotionale Szenen ab. Besonders die Verabschiedung des 18-Jährigen ging seinen Mitspielern und Verantwortlichen nahe.
Für Lennart Karl sollte die Weltmeisterschaft 2026 zum bislang größten Höhepunkt seiner jungen Karriere werden. Stattdessen endete der Traum bereits wenige Tage vor dem Turnierstart mit einer schweren Verletzung.
Der Offensivspieler des FC Bayern zog sich im Abschlusstraining vor dem letzten WM-Test gegen die USA einen Muskelbündelriss zu und wird die gesamte Weltmeisterschaft verpassen. Für die deutsche Nationalmannschaft ist dies ein herber Rückschlag, schließlich galt Karl als einer der großen Hoffnungsträger in der Offensive.
Besonders bitter: Nach Serge Gnabry fällt bereits der zweite wichtige Offensivspieler verletzungsbedingt aus. Entsprechend groß war die Enttäuschung innerhalb der Mannschaft.
Karl brach auf dem Trainingsplatz in Tränen aus
Wie die BILD berichtet, wurden die dramatischen Ausmaße der Verletzung bereits unmittelbar nach der Szene auf dem Trainingsplatz sichtbar. Demnach soll Karl noch auf dem Feld in Tränen ausgebrochen sein, als ihm bewusst wurde, dass die Verletzung schwerwiegender sein könnte.
Vizekapitän Antonio Rüdiger ließ den Bayern-Profi in diesem Moment nicht allein und begleitete ihn anschließend in die Kabine.
Viele Mitspieler bekamen die Situation zunächst gar nicht vollständig mit. Da die deutsche Nationalmannschaft in kleineren Gruppen trainierte, erfuhren zahlreiche Spieler erst später von der Schwere der Verletzung.
Noch am selben Tag wurde Karl zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Dort bestätigten die Ärzte den befürchteten Muskelbündelriss. Mit der Diagnose stand endgültig fest, dass die Weltmeisterschaft für den 18-Jährigen vorbei ist, bevor sie überhaupt begonnen hat.
Bewegende Verabschiedung im Teamhotel

Besonders emotional wurde es laut dem Bericht am Abend im Teamhotel in Chicago. Nachdem die Diagnose offiziell feststand, versammelte sich die gesamte Mannschaft, um Karl zu verabschieden und ihm Mut für die kommenden Wochen zu machen.
Demnach hielt Bundestrainer Julian Nagelsmann eine persönliche Ansprache für den Offensivspieler. Der DFB-Coach versuchte, seinen Schützling aufzubauen und erinnerte ihn daran, dass seine Karriere gerade erst begonnen habe.
Vor allem die Aussicht auf viele weitere große Turniere sollte Karl Hoffnung geben. Nagelsmann machte dem Bayern-Talent deutlich, dass diese verpasste Weltmeisterschaft nicht das Ende seiner internationalen Karriere bedeute.
Auch Karl selbst wollte sich noch an seine Teamkollegen wenden. Laut BILD fiel ihm dies jedoch schwer. Die Enttäuschung über das geplatzte WM-Abenteuer saß zu tief.
Der 18-Jährige soll kaum Worte herausgebracht haben und sichtbar mit den Emotionen gekämpft haben. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft wurde als äußerst gedrückt beschrieben. Über weite Strecken herrschte Stille, während sich die Spieler von ihrem Teamkollegen verabschiedeten.
Anschließend machte sich Karl auf den Rückweg nach München. Dort beginnt nun die Rehabilitationsphase.
Auch beim FC Bayern wird die Verletzung mit großer Sorge verfolgt. Der Offensivspieler dürfte weite Teile der Sommervorbereitung verpassen. Ob Karl rechtzeitig zum Pflichtspielauftakt der neuen Saison wieder zur Verfügung stehen wird, ist aktuell noch offen.
Fest steht jedoch bereits jetzt: Das WM-Aus des Shootingstars hat nicht nur den Spieler selbst getroffen, sondern auch bei seinen Mitspielern tiefe Spuren hinterlassen.

