„Das war nicht ganz cool“: Baumann spricht über Neuer-Comeback

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Mit der Rückkehr von Manuel Neuer verschieben sich die Hierarchien im Tor der deutschen Nationalmannschaft erneut. Oliver Baumann, der bis zuletzt als Nummer 1 vorgesehen war und in den WM-Testspielen überzeugte, muss wieder ins zweite Glied rücken. Nach dem Sieg gegen die USA sprach der Hoffenheimer nun offen über seine Gefühlslage und das Verhältnis zum Bayern-Kapitän.

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihre WM-Generalprobe erfolgreich abgeschlossen. Beim 2:1-Erfolg gegen die USA stand erneut Oliver Baumann zwischen den Pfosten und zeigte eine solide Leistung. Dennoch dürfte es vorerst sein letzter Einsatz bei dieser Weltmeisterschaft gewesen sein.


Bundestrainer Julian Nagelsmann bestätigte nach der Partie, dass Manuel Neuer rechtzeitig zum Turnierstart zurückkehren soll. Der 40-Jährige wird demnach in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und beim Auftaktspiel gegen Curacao sein Comeback feiern.

Baumann spricht offen über seine Enttäuschung

Für Baumann ist das eine schwierige Situation. Schließlich war der Torhüter der TSG Hoffenheim über Monate hinweg als Nummer 1 eingeplant worden. Erst die überraschende Rückkehr von Neuer veränderte die Ausgangslage grundlegend.

Entsprechend wurde zuletzt darüber spekuliert, ob die Entscheidung für Spannungen innerhalb des Torwartteams sorgen könnte.

Nach dem Erfolg gegen die USA zeigte sich Baumann bemerkenswert ehrlich. Der 36-Jährige räumte ein, dass ihn die Entwicklung zunächst getroffen habe. „Anfangs war es natürlich hart, das war nicht ganz cool von meinem Gefühl her“, erklärte der Torhüter im Gespräch mit RTL.

Eine Aussage, die nachvollziehbar erscheint. Schließlich hatte Baumann die Verantwortung in den vergangenen Monaten übernommen und sich seine Rolle durch konstante Leistungen erarbeitet.

Dennoch machte der Hoffenheimer deutlich, dass persönliche Enttäuschungen mittlerweile keine Rolle mehr spielen.

„Zwischen uns ist alles klar, alles sauber“

Manuel Neuer, Oliver Baumann
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Besonders deutlich äußerte sich Baumann zum Verhältnis mit Manuel Neuer. Von möglichen Spannungen zwischen beiden Torhütern will er nichts wissen. „Zwischen uns ist alles klar, alles sauber“, stellte Baumann klar. „Ich verstehe mich gut mit Manu. Und es geht auch nicht um mich. Es geht um das Team.“

Damit unterstreicht Baumann seine professionelle Haltung. Trotz der sportlich enttäuschenden Entwicklung stellt er die Interessen der Mannschaft über seine persönliche Situation. „Ich möchte den Jungs helfen und meinen Beitrag leisten“, ergänzte der Torhüter.

Für die deutsche Nationalmannschaft sind das wichtige Signale. Gerade bei großen Turnieren spielt die Stimmung innerhalb des Kaders eine entscheidende Rolle.

Manuel Neuer wiederum steht kurz vor seiner Rückkehr auf den Platz. Der Bayern-Kapitän hatte zuletzt mit Wadenproblemen zu kämpfen und konnte deshalb keines der beiden Vorbereitungsspiele absolvieren.

Beim DFB wurde der Routinier bewusst vorsichtig aufgebaut. Nun scheint alles darauf hinzudeuten, dass der Weltmeister von 2014 rechtzeitig zum WM-Auftakt fit wird.

Sollte es wider Erwarten doch noch zu Problemen kommen, kann sich Julian Nagelsmann zumindest auf einen Torhüter verlassen, der seine Qualitäten in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Die Aussagen von Oliver Baumann zeigen zudem, dass die Torwartfrage intern offenbar längst geklärt ist – und dass die Mannschaft geschlossen hinter der Entscheidung für Manuel Neuer als Nummer 1 steht.

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