Der FC Bayern treibt die Verpflichtung von Nathaniel Brown weiter mit Hochdruck voran. Der Frankfurter Nationalspieler gilt als Wunschlösung für die linke Seite und hat den Münchnern bereits seine Zusage erteilt. Nun könnte ausgerechnet ein Bayern-Talent eine entscheidende Rolle im Ablösepoker spielen.
Die Gespräche zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt über Nathaniel Brown laufen weiterhin auf Hochtouren. Nach übereinstimmenden Medienberichten möchte der 22-Jährige unbedingt nach München wechseln und hat dem deutschen Rekordmeister bereits sein Ja-Wort gegeben.
Die größte Hürde bleibt allerdings die Ablöse. Die Hessen verlangen für ihren Leistungsträger ein Gesamtpaket zwischen 50 und 60 Millionen Euro. Eine Summe, die selbst für die Bayern in Zeiten eines strikten Sparkurses nicht ohne Weiteres darstellbar ist.
Jetzt könnte sich jedoch eine interessante Möglichkeit eröffnen, die Verhandlungen für beide Seiten attraktiver zu gestalten.
Wie Sky berichtet, beschäftigt sich Eintracht Frankfurt intensiv mit Noel Aseko. Der deutsche Juniorennationalspieler steht beim FC Bayern unter Vertrag und soll bei den Hessen hoch im Kurs stehen.
Frankfurt lockt Aseko mit langfristigem Vertrag
Dem Bericht zufolge hat die Eintracht dem 20-Jährigen bereits die Perspektive eines langfristigen Engagements aufgezeigt. Ein Vertrag bis 2030 inklusive Option auf eine weitere Saison sowie die Aussicht auf regelmäßige Einsatzzeiten sollen Teil des Angebots sein.
Für Aseko wäre dies eine interessante Perspektive. Nach seiner erfolgreichen Leihe zu Hannover 96 steht seine Zukunft in München offen.
Zwar aktivierten die Bayern zuletzt ihre Rückkaufoption, dennoch gilt ein erneuter Abschied keineswegs als ausgeschlossen. Die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld ist groß und der Durchbruch bei den Profis scheint aktuell schwierig.
In der vergangenen Saison absolvierte Aseko 33 Pflichtspiele für Hannover 96. Dabei gelangen ihm drei Treffer und sechs Vorlagen. Mit seinen Leistungen machte er nachhaltig auf sich aufmerksam und weckte das Interesse mehrerer Vereine.
Intern wird der Mittelfeldspieler zwar geschätzt, gleichzeitig soll der FC Bayern laut Sky bereit sein, ihn bei einem passenden Angebot ziehen zu lassen.
Aseko könnte den Brown-Transfer günstiger machen

Besonders interessant ist dabei die finanzielle Komponente. Dem Vernehmen nach stellen sich die Münchner eine Ablösesumme zwischen zehn und zwölf Millionen Euro für Aseko vor.
Genau dieser Betrag könnte nun im Fall Nathaniel Brown eine entscheidende Rolle spielen.
Sollte Frankfurt tatsächlich ernst machen, wäre es denkbar, die beiden Personalien miteinander zu verknüpfen. Die Einnahmen aus einem möglichen Aseko-Verkauf könnten direkt auf die Ablöse für Brown angerechnet werden.
Damit würde sich die effektive Investition für den Linksverteidiger deutlich reduzieren. Statt eines Gesamtpakets von bis zu 60 Millionen Euro könnte der Preis aus Bayern-Sicht spürbar sinken.
Für die Frankfurter wäre ein solcher Deal ebenfalls attraktiv. Mit Aseko würden die Hessen eines der spannendsten deutschen Mittelfeldtalente verpflichten und gleichzeitig Einnahmen aus dem Brown-Verkauf erzielen.
Interessant ist zudem, dass Aseko zuletzt auch intern als möglicher Kandidat gehandelt wurde, um mittelfristig die Lücke zu schließen, die Leon Goretzka mit seinem Abschied hinterlassen hat. Die jetzt diskutierte Ablösesumme zeigt jedoch, dass die Verantwortlichen einen Verkauf ebenfalls als wirtschaftlich sinnvolle Lösung betrachten.
Ob die beiden Personalien am Ende tatsächlich miteinander verknüpft werden, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Noel Aseko könnte für den FC Bayern zu einem wichtigen Trumpf im Werben um Nathaniel Brown werden.

