Yann Bisseck wird seit Monaten als möglicher Transferkandidat beim FC Bayern gehandelt. Nun könnte Bewegung in die Personalie kommen. Aktuellen Berichten zufolge kann sich der deutsche Nationalspieler einen Wechsel nach München sehr gut vorstellen. Dennoch spricht derzeit vieles dagegen, dass die Bayern zeitnah einen Vorstoß wagen.
Die Defensive bleibt eine der spannendsten Baustellen beim FC Bayern in diesem Transfersommer. Zwar liegt der Fokus der Münchner aktuell klar auf den Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown, dennoch behalten die Verantwortlichen auch den Markt für Verteidiger genau im Blick.
Ein Name, der dabei immer wieder auftaucht, ist Yann Bisseck. Der 25-Jährige steht seit geraumer Zeit auf den Beobachtungslisten des deutschen Rekordmeisters und gilt intern als interessantes Profil für die Zukunft.
Wie die italienische Gazzetta dello Sport berichtet, könnte sich im Sommer die Möglichkeit für einen Wechsel ergeben. Demnach ist Bisseck offen für eine Rückkehr nach Deutschland und würde einen Wechsel zum FC Bayern begrüßen, sollte das Interesse der Münchner konkret werden.
Für die Bayern ist vor allem die Vielseitigkeit des Defensivspielers ein wichtiger Faktor.
Bissecks Flexibilität macht ihn interessant
Der gebürtige Kölner hat sich bei Inter Mailand in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und gehört mittlerweile auch zum Kreis der deutschen Nationalmannschaft.
Besonders wertvoll macht ihn seine Flexibilität. Bisseck kann sowohl als klassischer Innenverteidiger agieren als auch auf der rechten Defensivseite eingesetzt werden. Gerade diese Variabilität entspricht genau dem Profil, das beim FC Bayern gesucht wird.
Vincent Kompany legt großen Wert auf Spieler, die mehrere Positionen bekleiden können. Mit Akteuren wie Josip Stanisic oder Konrad Laimer verfügen die Münchner bereits über solche Spielertypen. Bisseck würde sich nahtlos in dieses Anforderungsprofil einfügen.
Hinzu kommen seine körperliche Präsenz, seine Geschwindigkeit und seine Qualitäten im Spielaufbau. Eigenschaften, die im modernen Bayern-Spiel von großer Bedeutung sind.
Inter wäre offenbar gesprächsbereit

Obwohl Bisseck bei Inter Mailand geschätzt wird, schließen die Nerazzurri einen Verkauf offenbar nicht kategorisch aus. Nach Informationen der Gazzetta dello Sport wäre der italienische Meister bereit, Angebote anzuhören, um finanzielle Mittel für weitere Verstärkungen zu generieren.
Die Ablösevorstellungen sollen bei rund 40 Millionen Euro liegen. Angesichts eines Marktwerts von etwa 50 Millionen Euro wäre dies aus Sicht potenzieller Interessenten durchaus ein attraktiver Preis.
Trotzdem erscheint ein Transfer aktuell eher unwahrscheinlich.
Die Bayern konzentrieren sich derzeit auf andere Prioritäten und arbeiten intensiv an den Verpflichtungen von Brown und Saibari. Beide Transfers würden bereits einen erheblichen Teil des verfügbaren Budgets beanspruchen.
Zudem müsste sich zunächst auf der Abgangsseite etwas bewegen. Mit Dayot Upamecano, Jonathan Tah, Min-jae Kim, Hiroki Ito und Josip Stanisic verfügt der Rekordmeister aktuell über mehrere Optionen für die Defensive.
Sollte es im Sommer noch zu personellen Veränderungen in der Abwehr kommen, könnte Bisseck jedoch schnell wieder zu einem konkreten Thema werden. Dass der Nationalspieler einem Wechsel an die Säbener Straße offen gegenübersteht, dürfte die Verantwortlichen in München jedenfalls aufmerksam registriert haben.

