Eberl-Debatte beim FC Bayern: Sammer fordert mehr Teamgeist von den Bossen

Vjekoslav Keskic
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Die Diskussionen um die Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern reißen nicht ab. Nun hat sich mit Matthias Sammer ein ehemaliger Sportvorstand des Rekordmeisters zu Wort gemeldet – und dabei deutliche Kritik an der öffentlichen Debatte geübt.

Max Eberl steht in München weiterhin unter genauer Beobachtung. Trotz der sportlich erfolgreichen Entwicklung unter Vincent Kompany werden Entscheidungen auf dem Transfermarkt und die allgemeine Kaderplanung regelmäßig kritisch hinterfragt. Immer wieder wird dabei vor allem der Sportvorstand als Hauptverantwortlicher für einzelne Entwicklungen genannt.


Matthias Sammer kann diese Sichtweise allerdings nicht nachvollziehen.

Der frühere Bayern-Sportvorstand machte im Gespräch mit Sky deutlich, dass Entscheidungen bei einem Klub wie dem FC Bayern grundsätzlich nicht von einer einzelnen Person getroffen werden.

„Der Sportvorstand hat nicht die Aufgabe, allein Entscheidungen zu treffen. Das geschieht immer in einem Gremium“, erklärte Sammer.

Sammer verteidigt die Rolle von Eberl

Nach Ansicht des 57-Jährigen werde die öffentliche Diskussion häufig zu stark auf einzelne Personen reduziert. „Deshalb kann ich die ganze Diskussion, Transfers oder Entscheidungen einer einzelnen Person zuzuordnen, nullkommanull nachvollziehen“, betonte der Europameister von 1996.

Viel wichtiger sei die tägliche Arbeit innerhalb des Vereins. Für Sammer stehen dabei andere Fragen im Mittelpunkt. „Läuft das mit dem Trainer? Funktioniert das mit dem Staff? Funktioniert das mit den Spielern? Werden die Spieler besser? Wird das Kapital erhöht oder wird es vernichtet? Das sind Aufgaben eines Sportvorstands“, erklärte er.

Gerade diese Faktoren bewertet Sammer beim FC Bayern aktuell positiv. Der langjährige TV-Experte sieht eine klare sportliche Entwicklung unter der aktuellen Führung.

„Der FC Bayern München hat eine hervorragende sportliche Entwicklung genommen – in der Art und Weise, wie die Mannschaft gespielt hat, und in der Art und Weise, wie sich die Spieler entwickelt haben“, lobte Sammer.

Klare Botschaft an die Bayern-Verantwortlichen

Uli Hoeneß, Jan-Christian Dreesen, Herbert Hainer
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Für den ehemaligen Bayern-Funktionär geht es deshalb vor allem um Zusammenhalt innerhalb des Vereins.

„Wir reden deshalb mehr darüber, dass wir uns jemanden heraussuchen, obwohl wir die tatsächlichen Abläufe gar nicht beurteilen können. Über die sportliche Entwicklung reden wir dagegen kaum noch“, kritisierte er.

Auch wenn Sammer selbst betonte, dass er die internen Abläufe nicht im Detail beurteilen könne, formulierte er eine klare Empfehlung an die Verantwortlichen des Rekordmeisters. „Meine Botschaft an Bayern München, obwohl ich gar nicht in der Lage bin, das zu beurteilen, weil ich ja weg bin: Meine Botschaft wäre eigentlich mehr ‚Wir‘“, erklärte der ehemalige Sportvorstand.

Und weiter: „Dass jeder in seinem Bereich die tägliche Arbeit gut macht.“

Die Aussagen von Sammer dürften in München aufmerksam registriert werden. Gerade in einer Phase, in der die Bayern auf dem Transfermarkt intensiv an Verpflichtungen wie Ismael Saibari und Nathaniel Brown arbeiten, erinnert der 57-Jährige daran, dass Erfolge und Misserfolge bei einem Spitzenklub selten das Werk einer einzelnen Person sind.

Statt Schuldige zu suchen, fordert Sammer mehr Fokus auf die sportliche Entwicklung – und mehr Zusammenhalt innerhalb des Vereins.

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