Der FC Bayern treibt die Planungen für die neue Saison mit Hochdruck voran. Nathaniel Brown bleibt dabei eines der wichtigsten Transferziele der Münchner. Ein schneller Abschluss ist allerdings nicht in Sicht. Aktuellen Informationen zufolge könnten sich die Verhandlungen deutlich schwieriger gestalten als zunächst erwartet.
Nathaniel Brown gehört weiterhin zu den absoluten Wunschspielern des FC Bayern für die kommende Saison. Der Linksverteidiger von Eintracht Frankfurt hat sich in den vergangenen Monaten nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der deutschen Nationalmannschaft einen Namen gemacht.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben eine Einigung mit der Spielerseite erzielt.
Damit ist jedoch nur eine von zwei großen Hürden genommen.
Frankfurt bleibt bei seiner Forderung
Das eigentliche Problem liegt weiterhin in den Verhandlungen zwischen den Vereinen.
Wie The Athletic berichtet, bestehen zwischen Bayern und Eintracht Frankfurt erhebliche Differenzen bei der Bewertung des Spielers. Die Hessen sollen weiterhin auf eine Ablöse von rund 65 Millionen Euro bestehen.
Eine Position, die aus Frankfurter Sicht nachvollziehbar erscheint. Brown besitzt noch einen langfristigen Vertrag bis 2030 und verfügt über keine Ausstiegsklausel. Entsprechend sitzt die Eintracht in einer komfortablen Verhandlungsposition.
Die Bayern wiederum haben bislang keinerlei Bereitschaft signalisiert, diese Summe zu bezahlen. Damit bleibt der Rekordmeister zwar weiterhin der Favorit im Rennen um den Nationalspieler, von einer Einigung sind beide Klubs aktuell jedoch noch entfernt.
Bayern muss Geduld mitbringen

Nach Einschätzung von The Athletic könnte sich der Transfer deshalb zu einer längeren Hängepartie entwickeln.
Während die Münchner intern von den Qualitäten Browns überzeugt sind und Vincent Kompany den Außenverteidiger gerne in seinem Kader sehen würde, möchte man an der Säbener Straße die eigenen finanziellen Grenzen nicht überschreiten.
Bereits der geplatzzte Wechsel von Anthony Gordon zum FC Barcelona hat gezeigt, dass die Bayern in diesem Sommer nicht bereit sind, sich auf kostspielige Bieterduelle einzulassen oder ihre selbst gesetzten Budgetgrenzen zu sprengen.
Genau deshalb dürfte auch der Brown-Poker noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Hinzu kommt, dass neben Bayern auch der FC Arsenal die Entwicklung des Spielers aufmerksam verfolgt. Die Londoner gelten ebenfalls als Interessent und könnten die Situation weiter verkomplizieren, sollte es zu einem konkreten Vorstoß kommen.
Trotzdem bleibt der FC Bayern aktuell in der Pole Position. Die Gespräche mit der Spielerseite sind weit fortgeschritten und Brown soll einem Wechsel nach München grundsätzlich offen gegenüberstehen.
Ob dies am Ende ausreicht, hängt nun vor allem davon ab, ob Bayern und Frankfurt bei der Ablöse noch zueinanderfinden. Stand jetzt spricht vieles dafür, dass sich die Verhandlungen noch über mehrere Wochen hinziehen werden.

