Müller über Zukunft beim FC Bayern: „Aktuell nicht vorstellbar“

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

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Thomas Müller wird beim FC Bayern schon heute als künftiger Funktionär gehandelt. Doch wer auf eine schnelle Rückkehr der Klublegende nach dem Karriereende hofft, dürfte von den neuesten Aussagen des 36-Jährigen enttäuscht sein. Der Weltmeister von 2014 hat sich nun überraschend deutlich zu seinen Zukunftsplänen geäußert.

Seit seinem Abschied vom FC Bayern im Sommer 2025 reißen die Spekulationen über eine mögliche Rückkehr von Thomas Müller nicht ab.


Kaum ein ehemaliger Spieler wird derart selbstverständlich mit einer späteren Führungsrolle beim deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht. Viele Fans sehen in Müller einen zukünftigen Sportvorstand, Manager oder gar Vereinspräsidenten.

Doch genau diesen Erwartungen erteilte der 36-Jährige jetzt zumindest vorerst eine Absage.

Im Rahmen seiner Vorstellung als Markenbotschafter des Nahrungsergänzungsmittel-Herstellers „superum“ sprach Müller in einem Interview mit der BILD über seine Zukunft – und überraschte dabei mit bemerkenswert offenen Aussagen.

Müller sieht aktuell keine Bayern-Rückkehr

Auf die Frage, ob die Bayern-Fans auf eine Rückkehr hoffen dürfen, antwortete Müller zwar grundsätzlich positiv, gleichzeitig aber auch sehr zurückhaltend. „Auf lange Sicht schließe ich nichts aus. Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass das zeitnah relevant wird“, erklärte der ehemalige Bayern-Star.

Besonders bemerkenswert: Müller machte deutlich, dass er eine Führungsrolle beim FC Bayern keinesfalls als Selbstverständlichkeit betrachtet. „Einen Job in einer Führungsposition beim FC Bayern kannst du nicht im Vorbeigehen machen“, betonte der Rekordspieler der Münchner.

Damit schlägt Müller einen deutlich anderen Ton an als viele ehemalige Profis, die direkt nach dem Karriereende den Weg in Funktionärsrollen suchen.

Müller verwies in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die Aussagen von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge.

Beide Bayern-Ikonen hatten in der Vergangenheit mehrfach betont, dass Spitzenpositionen beim Rekordmeister eine intensive Vorbereitung erfordern.

Dieser Sichtweise schließt sich Müller offenbar vollständig an. Er wolle zunächst Erfahrungen sammeln, Neues lernen und sich gezielt weiterentwickeln, bevor er über eine mögliche Führungsrolle nachdenke.

Fußball-Zukunft komplett offen

Thomas Müller
Foto: Getty Images

Überhaupt scheint Müller aktuell noch keine konkrete Vorstellung davon zu haben, wie sein beruflicher Weg nach der aktiven Karriere aussehen wird.

Zwar möchte er dem Sport in irgendeiner Form verbunden bleiben, doch selbst ein Verbleib im Fußballgeschäft ist derzeit keineswegs sicher. „Will ich im Fußballgeschäft bleiben? Will ich mal ins Trainergeschäft reinschnuppern? Das sind die Fragen, die ich mir dann zu gegebener Zeit stellen werde“, erklärte Müller.

Besonders wichtig sei ihm dabei, keine Entscheidungen aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit zu treffen.

Aktuell scheint sich Müller ohnehin zunächst anderen Interessen widmen zu wollen.

Der ehemalige Nationalspieler verriet, dass er sich künftig intensiver mit Golf beschäftigen möchte. Dabei scherzte er auch über seinen ehemaligen Teamkollegen Arjen Robben, der nach seiner Karriere mit außergewöhnlichen sportlichen Herausforderungen auf sich aufmerksam machte. „Ich denke da eher an Golf“, sagte Müller mit einem Lächeln.

Bayern-Tür bleibt offen

Trotz seiner klaren Aussagen bleibt die Tür für eine spätere Rückkehr an die Säbener Straße weit geöffnet. Müller schließt eine Funktion beim FC Bayern ausdrücklich nicht aus. Allerdings macht er deutlich, dass ein solcher Schritt erst dann erfolgen wird, wenn er sich ausreichend vorbereitet fühlt.

Für die Bayern-Fans bedeutet das vor allem eines: Geduld.

Eine schnelle Rückkehr der Vereinslegende ist derzeit nicht in Sicht. Langfristig könnte Thomas Müller jedoch durchaus eine wichtige Rolle beim deutschen Rekordmeister übernehmen – nur eben nicht sofort.

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