Die Spekulationen um Michael Olise und Real Madrid sorgten in den vergangenen Tagen für große Aufregung. Nun gibt es Klarheit: Die Königlichen wollten den Bayern-Star tatsächlich verpflichten. Ein Transfer scheiterte jedoch an der kompromisslosen Haltung des deutschen Rekordmeisters.
Als Florentino Pérez im Rahmen seiner Wiederwahl als Präsident von Real Madrid ankündigte, ein Angebot über 150 Millionen Euro für einen Superstar vorzubereiten, begann sofort das große Rätselraten.
Zahlreiche Medien in Spanien, Deutschland und England waren sich schnell einig: Das Ziel müsse Michael Olise sein.
Der Offensivspieler des FC Bayern hatte sich mit seiner herausragenden Saison endgültig in die Weltklasse gespielt und galt als perfekter Kandidat für die nächste Galáctico-Offensive der Madrilenen.
Doch am Dienstagabend folgte die Überraschung.
Real entschied sich für Julián Álvarez

Real Madrid bestätigte offiziell, dass das angekündigte Mega-Angebot nicht Michael Olise galt. Stattdessen legten die Königlichen eine Offerte in Höhe von 150 Millionen Euro für Atlético-Star Julián Álvarez vor.
Damit schien die Olise-Geschichte zunächst als großes Missverständnis entlarvt zu sein. Doch genau das war sie offenbar nicht. Transferexperte Fabrizio Romano hat nun neue Details enthüllt, die zeigen, dass Real Madrid tatsächlich intensiv über einen Vorstoß bei Olise nachgedacht hatte.
„Ich kann absolut garantieren, dass die Absicht von Florentino Pérez darin bestand, Michael Olise zu holen. Das wurde auch von Leuten bei Real Madrid bestätigt“, erklärte Romano.
Demnach war der französische Nationalspieler die bevorzugte Lösung der Madrilenen für die rechte Offensivseite. Die Verantwortlichen in Madrid sollen sich intensiv mit dem Bayern-Star beschäftigt haben und intern überzeugt gewesen sein, dass Olise perfekt in das neue System passen würde.
Bayern machte jede Verhandlung unmöglich
Warum kam es dann nie zu einem offiziellen Angebot?
Die Antwort liefert ebenfalls Romano. „Bayern hat die Tür sowohl privat als auch öffentlich komplett zugeschlagen und wollte keinerlei Verhandlungen aufnehmen. Dann hat Real Madrid begonnen, andere Optionen zu prüfen, und beschlossen, auf Julián Álvarez zu setzen.“
Genau diese Haltung hatten die Münchner Verantwortlichen in den vergangenen Wochen mehrfach öffentlich vertreten.
Präsident Herbert Hainer machte deutlich, dass sich Real Madrid ein Angebot sparen könne. Uli Hoeneß ging sogar noch weiter und erklärte mehrfach, dass Olise unabhängig von der Summe unverkäuflich sei.
Die Aussagen der Klubführung waren offenbar keine Verhandlungstaktik, sondern spiegelten die tatsächliche Position wider.
Intern gilt Olise als einer der wichtigsten Bausteine für die kommenden Jahre. Der Franzose entwickelte sich nach seinem Wechsel von Crystal Palace im Sommer 2024 innerhalb kürzester Zeit zum Unterschiedsspieler beim deutschen Rekordmeister.
Entsprechend besteht in München keinerlei Interesse daran, über einen Verkauf nachzudenken.
Vielmehr verfolgen die Bayern das Ziel, den bis 2029 laufenden Vertrag langfristig zu verlängern und Olise dauerhaft zu einem der Gesichter des Klubs aufzubauen.

