Nicht die erste Wahl der Bayern? Saibari ist ein „Kompany-Transfer“

Vjekoslav Keskic
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Der Transfer von Ismael Saibari zum FC Bayern steht kurz vor dem Abschluss. Dabei zeigt sich immer deutlicher, welche Rolle Vincent Kompany mittlerweile bei Personalentscheidungen in München spielt. Denn der Marokkaner war offenbar nicht die erste Wahl der Bayern-Bosse.

Die Verpflichtung von Ismael Saibari befindet sich auf der Zielgeraden. Nach übereinstimmenden Medienberichten laufen die Gespräche zwischen dem FC Bayern und der PSV Eindhoven weiterhin positiv, eine Einigung wird in den kommenden Tagen erwartet.


Mit dem Spieler selbst haben die Münchner bereits seit längerer Zeit eine vollständige Einigung erzielt. Saibari möchte unbedingt zum deutschen Rekordmeister wechseln und soll einen langfristigen Vertrag bis 2031 unterschreiben.

Doch nun werden interessante Details zur Vorgeschichte des Transfers bekannt.

Gordon war der eigentliche Wunschspieler

Lange Zeit konzentrierten sich die Bayern auf Anthony Gordon von Newcastle United. Der englische Nationalspieler galt vereinsintern als absolute Wunschlösung für die linke Offensivseite. Die Verantwortlichen waren von seinem Profil überzeugt, letztlich scheiterte ein Transfer jedoch an den finanziellen Rahmenbedingungen.

Newcastle stellte hohe Forderungen, die Bayern wollten die aufgerufene Ablösesumme nicht bezahlen. Zudem entschied sich Gordon am Ende für einen Wechsel zum FC Barcelona.

Erst danach rückte Saibari endgültig in den Fokus.

Wie Sky berichtet, gehörte der PSV-Star zwar seit geraumer Zeit zum erweiterten Kandidatenkreis der Münchner, stand auf den internen Scouting-Listen aber nicht ganz oben. Vielmehr handelt es sich bei der Personalie um einen klassischen Trainerwunsch.

Demnach soll Vincent Kompany ein großer Befürworter des Transfers sein und sich intern massiv für eine Verpflichtung des marokkanischen Nationalspielers eingesetzt haben.

Der Bayern-Coach schätzt insbesondere die Flexibilität des 25-Jährigen. Saibari kann sowohl im zentralen offensiven Mittelfeld als auch auf den Flügeln eingesetzt werden und bringt genau jene Dynamik mit, die Kompany seinem Offensivspiel hinzufügen möchte.

Vertrauensbeweis für Kompany

Vincent Kompany
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Die Entwicklung ist bemerkenswert. In der Vergangenheit taten sich die Bayern häufig schwer damit, Transferwünsche ihrer Trainer vollständig umzusetzen. Gerade unter Thomas Tuchel kam es immer wieder zu Diskussionen über Wunschspieler, die letztlich nicht verpflichtet wurden. Das prominenteste Beispiel war die monatelange Debatte um die Verpflichtung einer klassischen Holding Six, die nie vollständig umgesetzt wurde.

Bei Saibari scheint die Situation anders zu sein. Dass die Bayern bereit sind, für einen von Kompany favorisierten Spieler eine Ablösesumme von 50 Millionen Euro zu investieren, zeigt, wie groß das Vertrauen der Vereinsführung in den Belgier mittlerweile ist.

Nach niederländischen Medienberichten haben die Bayern ihr Angebot zuletzt auf rund 53 Millionen Euro erhöht. Die letzten Gespräche drehen sich vor allem um Bonuszahlungen und Zahlungsmodalitäten. Beide Klubs arbeiten jedoch auf einen erfolgreichen Abschluss hin. Für die PSV Eindhoven würde Saibari zum teuersten Verkauf der Vereinsgeschichte aufsteigen.

Alles deutet aktuell darauf hin, dass Vincent Kompany seinen Wunschspieler tatsächlich erhalten wird.

Auch wenn Saibari ursprünglich nicht die erste Wahl der Bayern war, sehen die Verantwortlichen in ihm inzwischen eine ideale Verstärkung für die Offensive.

Sollte der Deal wie erwartet in den kommenden Tagen abgeschlossen werden, wäre es zugleich ein deutliches Signal: Kompany besitzt bei der Kaderplanung des FC Bayern mittlerweile erheblichen Einfluss – mehr als viele seiner Vorgänger in den vergangenen Jahren.

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