Die Kaderplanung beim FC Bayern läuft auf Hochtouren. Während die Münchner an den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari arbeiten, könnte es auf der Abgangsseite schon bald Bewegung geben. Besonders bei Hiroki Ito verdichten sich die Anzeichen für einen möglichen Wechsel.
Eigentlich sollte Hiroki Ito beim FC Bayern langfristig eine wichtige Rolle in der Defensive übernehmen. Nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart waren die Erwartungen groß. Doch die erste Saison des Japaners in München verlief alles andere als optimal.
Mehrere Verletzungen warfen den 27-Jährigen immer wieder zurück. Besonders die wiederholten Mittelfußprobleme verhinderten, dass Ito nachhaltig in einen Rhythmus fand und sein volles Potenzial abrufen konnte.
Nun scheint ein Abschied im Sommer durchaus denkbar zu sein.
Bayern signalisiert Wechselbereitschaft
Wie BILD-Fußballchef Christian Falk im Podcast Bayern Insider berichtet, haben die Bayern intern bereits signalisiert, dass ein Transfer des Verteidigers möglich wäre.
Demnach wird Ito keineswegs aktiv zum Verkauf gedrängt. Dennoch sollen die Berater des japanischen Nationalspielers darüber informiert worden sein, dass der Verein bei einem passenden Angebot gesprächsbereit wäre.
Besonders interessant: Laut Falk wird Ito aktuell verstärkt auf dem spanischen Markt angeboten.
Die Verbindung nach Spanien kommt nicht von ungefähr. Ito gilt als technisch starker und spielintelligenter Verteidiger, dessen Qualitäten besonders gut zum dortigen Fußball passen könnten. Vor allem Mannschaften, die großen Wert auf Ballbesitz und einen sauberen Spielaufbau legen, dürften den Japaner interessant finden.
Konkrete Interessenten sind bislang zwar nicht bekannt, die ersten Gespräche im Hintergrund scheinen jedoch bereits zu laufen.
Bayern setzt Preis für Ito fest

Auch bei der finanziellen Bewertung des Spielers haben die Verantwortlichen offenbar eine klare Vorstellung. Nach Informationen der BILD liegt die Schmerzgrenze der Münchner bei rund 20 Millionen Euro.
Ob sich diese Summe am Ende tatsächlich realisieren lässt, bleibt offen. Denkbar wäre auch ein Kompromiss mit einer niedrigeren Fixablöse und zusätzlichen Bonuszahlungen.
Ein möglicher Ito-Abgang hätte zwangsläufig Auswirkungen auf die weitere Transferplanung des Rekordmeisters.
Aktuell verfügt Vincent Kompany mit Jonathan Tah, Dayot Upamecano, Min-jae Kim und Hiroki Ito über mehrere Optionen für das Abwehrzentrum. Sollte lediglich Ito den Verein verlassen, wäre ein weiterer Neuzugang nicht zwingend erforderlich.
Anders sieht die Situation aus, wenn auch Min-jae Kim verkauft wird.
Entscheidung könnte nach der WM fallen
Für diesen Fall müssten die Bayern wohl aktiv werden. In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche Namen gehandelt. Unter anderem tauchten Yann Aurel Bisseck von Inter Mailand, Gleison Bremer von Juventus Turin und Rúben Dias von Manchester City immer wieder in den Gerüchten auf.
Bislang wurde jedoch keiner dieser Kandidaten konkret. Der Grund liegt auf der Hand: Zunächst müssen die Münchner Einnahmen generieren, bevor größere Investitionen auf der Zugangsseite möglich werden.
Aktuell deutet vieles darauf hin, dass die Personalie Ito erst nach der Weltmeisterschaft konkreter wird.
Fest steht jedoch: Der Verteidiger gehört mittlerweile zu den Spielern, bei denen der FC Bayern einem Transfer grundsätzlich offen gegenübersteht. Sollte ein passendes Angebot eintreffen, könnte sich die Defensive der Münchner in diesem Sommer stärker verändern als bislang erwartet.

