Die mögliche Verpflichtung von Nathaniel Brown sorgt für neue Diskussionen beim FC Bayern. Dietmar Hamann sieht darin ein deutliches Signal für die Zukunft von Alphonso Davies.
Der FC Bayern steht kurz vor einer Verpflichtung von Nathaniel Brown. Der Nationalspieler von Eintracht Frankfurt gilt seit Wochen als Wunschlösung für die linke Abwehrseite und soll in den Planungen von Vincent Kompany eine zentrale Rolle einnehmen.
Genau diese Personalie wirft jedoch neue Fragen rund um Alphonso Davies auf. Der Kanadier hatte seinen Vertrag beim FC Bayern erst Anfang 2025 langfristig verlängert und gehört mit einem kolportierten Jahresgehalt von bis zu 20 Millionen Euro zu den Topverdienern im Kader.
Für Dietmar Hamann ist die Situation deshalb bemerkenswert. In seiner Kolumne für die Münchner Abendzeitung deutet der TV-Experte die intensive Beschäftigung der Münchner mit Brown als Hinweis darauf, dass sich die Planungen bei Davies verändert haben könnten.
„Eine der positiven Erscheinungen in der deutschen Mannschaft ist Nathaniel Brown. Ein toller Spieler. Ich habe schon vor ein paar Wochen gesagt, dass er für mich erste Wahl wäre links hinten in der Viererkette. Der Bundestrainer scheint es ähnlich zu sehen. Brown hat Tempo, er ist zweikampfstark, sehr clever, ein sehr guter Fußballer“, erklärte Hamann.
Der ehemalige Nationalspieler kann deshalb nachvollziehen, warum sich die Bayern intensiv mit dem Frankfurter beschäftigen. Brown zählt mit seinen 22 Jahren zu den vielversprechendsten deutschen Spielern auf seiner Position und passt mit seiner Dynamik und Vielseitigkeit perfekt ins Anforderungsprofil der Münchner.
Hamann stellt Davies-Zukunft infrage
Für Hamann ergibt sich daraus eine klare Schlussfolgerung. „Und ein Spieler, an dem der FC Bayern stark interessiert ist, interessiert sein muss. Brown ist erst 22, deutscher Nationalspieler. Aber: Bayern hat erst im vergangenen Jahr den Vertrag mit Linksverteidiger Alphonso Davies verlängert – und ihm ein astronomisches Gehalt gegeben.“
Aus Sicht des 52-Jährigen wäre ein Brown-Transfer deshalb mehr als nur eine zusätzliche Verstärkung für den Kader: „Der Brown-Transfer wäre ein klarer Hinweis, dass Bayern nicht mehr mit Davies plant.“

Die Verantwortlichen des FC Bayern sollen Davies zwar weiterhin schätzen, gleichzeitig gilt der Kanadier inzwischen nicht mehr als unverkäuflich. Zuletzt berichtete bereits Sky, dass die Münchner bei einem passenden Angebot gesprächsbereit wären.
Genau hier sieht Hamann jedoch das eigentliche Problem. „Aber bekommt man den Kanadier auch verkauft?“, schrieb er.
Als mögliche Interessenten werden seit Monaten vor allem Vereine aus Saudi-Arabien gehandelt. Ob Davies selbst mit erst 25 Jahren bereit wäre, Europa zu verlassen, erscheint allerdings fraglich.
Sollte Brown tatsächlich nach München wechseln, würde sich die Konkurrenzsituation auf der linken Abwehrseite deutlich verschärfen. Für Davies könnte dies die größte sportliche Herausforderung seit seiner Ankunft beim FC Bayern werden.

