Jamal Musiala hat beim WM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft genau die Antwort geliefert, auf die viele Fans und Experten gehofft hatten. Beim souveränen 7:1-Erfolg gegen Curaçao zeigte sich der Bayern-Star deutlich verbessert, traf selbst und war einer der auffälligsten Akteure auf dem Platz. Für einen kurzen Schreckmoment sorgte allerdings seine vorzeitige Auswechslung.
Vor dem Start der Weltmeisterschaft stand Jamal Musiala besonders im Fokus. Nach seiner langen Verletzungspause und einigen durchwachsenen Auftritten in den Testspielen wurde intensiv darüber diskutiert, ob der 23-Jährige bereits wieder bei 100 Prozent angekommen ist.
Gegen Curaçao zeigte der Offensivspieler, warum Bundestrainer Julian Nagelsmann trotz aller Diskussionen von Beginn an auf ihn gesetzt hatte.
Musiala steigert sich nach der Pause
Wie gewohnt war Musiala von der ersten Minute an aktiv ins deutsche Offensivspiel eingebunden. Im ersten Durchgang fehlte ihm bei einigen Aktionen noch das letzte Quäntchen Präzision, mehrfach blieb er mit seinen Dribblings an Gegenspielern hängen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der Bayern-Profi jedoch deutlich effektiver. Direkt nach Wiederbeginn setzte Musiala ein Ausrufezeichen. Nach einer sehenswerten Vorarbeit seines Münchner Teamkollegen Joshua Kimmich traf er mit einem präzisen Flachschuss zum zwischenzeitlichen 4:1 und belohnte sich für seinen engagierten Auftritt.
Der Treffer dürfte dem Offensivstar besonders gutgetan haben. Schließlich hatte Nagelsmann vor dem Turnier betont, dass Musiala noch Spielrhythmus brauche, um wieder seine absolute Bestform zu erreichen.
Schreckmoment in der zweiten Halbzeit
🇩🇪 Entwarnung bei Jamal Musiala, der sich während des Spiels häufiger an den Oberschenkel gefasst hat und auch nach seiner Auswechslung in die Kabine gegangen ist. Es sei „normal“ und „nichts Schlimmes“, sagt Julian Nagelsmann. Reine Vorsichtsmaßnahme! @SkySportDE
— Kerry Hau (@kerry_hau) June 14, 2026
Trotz seiner starken Leistung endete der Arbeitstag des Bayern-Stars früher als geplant. Bereits während der Partie war zu beobachten, dass sich Musiala mehrfach an den Oberschenkel fasste. In der 64. Minute war schließlich Schluss. Der Nationalspieler wurde ausgewechselt und verschwand unmittelbar nach seiner Auswechslung in der Kabine.
Angesichts seiner Verletzungshistorie sorgte die Szene sofort für Unruhe bei den deutschen Fans und auch beim FC Bayern.
Nach dem Spiel konnte Bundestrainer Julian Nagelsmann die Sorgen jedoch schnell zerstreuen. Der 38-Jährige stellte klar, dass es sich bei der Auswechslung um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt habe. Einen ernsthaften Rückschlag müsse niemand befürchten. Es sei „normal“ und „nichts Schlimmes“ gewesen, erklärte Nagelsmann nach der Partie.
Damit dürfte Musiala auch für die kommenden Aufgaben der deutschen Nationalmannschaft zur Verfügung stehen.
Wichtiges Signal für Deutschland und Bayern
Neben dem deutlichen Sieg dürfte vor allem Musialas Leistungssteigerung zu den positiven Erkenntnissen des WM-Auftakts gehören. Der Bayern-Star wirkte deutlich dynamischer als noch in den Testspielen vor dem Turnier, suchte konsequent die Eins-gegen-eins-Duelle und belohnte sich mit einem Tor.
Für Deutschland ist das eine wichtige Nachricht. Schließlich gehört Musiala zu den Spielern, die einer Partie mit ihrer Kreativität jederzeit eine besondere Wendung geben können.
Auch an der Säbener Straße wird man die Leistung aufmerksam verfolgt haben. Dort hofft man darauf, dass Musiala über die Weltmeisterschaft endgültig wieder zu seiner Bestform findet.
Der Auftakt gegen Curaçao könnte dafür der erste wichtige Schritt gewesen sein.

