Während die Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und der PSV Eindhoven auf Hochtouren laufen, hat Ismael Saibari auf der größten Bühne des Weltfußballs eindrucksvoll Werbung in eigener Sache betrieben. Beim 1:1 Marokkos gegen Brasilien gehörte der 25-Jährige zu den prägenden Figuren der Partie – und dürfte die Verantwortlichen in München einmal mehr von seinen Qualitäten überzeugt haben.
Die Gespräche zwischen Bayern und der PSV befinden sich weiterhin in der entscheidenden Phase. Eine vollständige Einigung über die Ablöse steht zwar noch aus, doch grundsätzlich arbeiten alle Beteiligten auf einen Transfer hin.
Während im Hintergrund weiter verhandelt wird, lieferte Saibari auf dem Platz die nächste überzeugende Arbeitsprobe ab.
Traumtor gegen Brasilien
Beim WM-Auftakt Marokkos gegen Rekordweltmeister Brasilien stand der Offensivspieler in der Startelf und zeigte früh, warum ihn Vincent Kompany unbedingt nach München holen möchte.
Der Höhepunkt seines Auftritts folgte beim Führungstreffer der Nordafrikaner. Nach einem clever ausgespielten Angriff blieb Saibari vor Brasiliens Schlussmann Alisson eiskalt und lupfte den Ball sehenswert über den Torhüter hinweg ins Netz.
Es war nicht nur sein erstes Tor bei einer Weltmeisterschaft, sondern zugleich ein Treffer von hoher Qualität gegen einen der renommiertesten Gegner des Turniers.
Auch abseits seines Treffers wusste Saibari zu überzeugen.
Als falsche Neun eingesetzt, bewegte er sich ständig zwischen den Linien, bot sich immer wieder an und sorgte für Verbindungen zwischen Mittelfeld und Angriff. Obwohl er insgesamt nur auf 33 Ballkontakte kam, nutzte er seine Aktionen äußerst effektiv.
Besonders beeindruckend: 92 Prozent seiner Pässe fanden einen Mitspieler. Ein Wert, der seine technische Sauberkeit und seine Entscheidungsfindung unterstreicht.
Genau diese Eigenschaften machen den Marokkaner für den FC Bayern so interessant.
Kompanys Wunschspieler

Intern gilt Saibari längst als einer der Wunschspieler von Vincent Kompany. Der Bayern-Coach schätzt vor allem die Vielseitigkeit des Offensivspielers.
Der 25-Jährige kann im zentralen Mittelfeld, auf der Zehn, auf beiden Flügeln oder sogar als hängende Spitze eingesetzt werden. Damit passt er perfekt in das flexible Positionsspiel, das Kompany in München etablieren möchte.
Dass der Belgier den Transfer intern stark unterstützt, gilt inzwischen als offenes Geheimnis.
WM steigert den Marktwert
Für die PSV Eindhoven dürfte der Auftritt gegen Brasilien eine weitere Bestätigung der eigenen Preisvorstellungen gewesen sein.
Die Niederländer fordern Berichten zufolge weiterhin eine Ablöse von etwas mehr als 50 Millionen Euro. Nach solchen Leistungen dürfte es für die Bayern kaum einfacher werden, den Preis noch deutlich zu drücken.
Saibari zeigte gegen Brasilien nicht nur seine technischen Fähigkeiten, sondern auch, dass er auf höchstem internationalen Niveau bestehen kann.
Bereits beim direkten Duell zwischen Bayern und der PSV im Januar hatte der Marokkaner mit einem sehenswerten Treffer auf sich aufmerksam gemacht.
Nun gelang ihm auf der WM-Bühne die nächste starke Vorstellung.
Für die Verantwortlichen des FC Bayern dürfte die Botschaft eindeutig sein: Ismael Saibari besitzt die Qualität, um den nächsten Schritt zu gehen. Und genau deshalb arbeiten die Münchner mit Hochdruck daran, den Transfer in den kommenden Tagen endgültig abzuschließen.

