Mit Ismael Saibari steht der erste große Sommer-Transfer des FC Bayern unmittelbar vor dem Abschluss. Während die Münchner den Kaderumbau vorantreiben, richtet sich die Aufmerksamkeit vieler Fans plötzlich auf eine andere Personalie: Max Eberl. Der Sportvorstand erhält für seine Transferarbeit derzeit ungewöhnlich viel Zuspruch.
Der FC Bayern scheint seine Lehren aus dem vergangenen Transfer-Sommer gezogen zu haben. Anders als vor einem Jahr, als sich zahlreiche Verhandlungen bis in die letzten Wochen des Transferfensters zogen, wollen die Münchner diesmal deutlich früher Klarheit schaffen.
Mit Ismael Saibari steht bereits der erste hochkarätige Neuzugang vor der Tür. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben sich die Bayern mit der PSV Eindhoven auf ein Gesamtpaket von bis zu 55 Millionen Euro geeinigt. Der marokkanische Nationalspieler soll in den kommenden Tagen offiziell vorgestellt werden.
Und auch Nathaniel Brown steht kurz vor einem Wechsel an die Isar. Für den deutschen Nationalspieler werden ebenfalls rund 55 Millionen Euro fällig.
Fans stellen sich hinter Eberl
Die beiden Transfers sorgen bei vielen Bayern-Anhängern für große Euphorie. Bemerkenswert dabei: Die positive Stimmung richtet sich vor allem an Max Eberl.
Der Sportvorstand stand in den vergangenen Monaten immer wieder in der Kritik. Immer wieder wurde über seine Zukunft diskutiert, zudem kursierten Berichte über unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Führungsetage.
Nach den jüngsten Entwicklungen auf dem Transfermarkt schlagen sich viele Fans nun demonstrativ auf die Seite des 52-Jährigen.
In den sozialen Netzwerken wird Eberls Arbeit auffallend positiv bewertet.
„Eberl hat uns Olise, Diaz und Kompany geholt – Spieler, die den FC Bayern sofort verändert haben. Jetzt holt er Saibari und Brown für insgesamt rund 110 Millionen Euro und trotzdem gibt es noch Zweifel an ihm“, schrieb ein Fan auf X.
Ein anderer forderte sogar eine schnelle Vertragsverlängerung: „Verlängert Eberl unbedingt. Wir bauen gerade ein Weltteam auf.“
Saibari und Brown als Argumente
Vor allem die Kombination aus sportlicher Qualität und vergleichsweise moderaten Ablösesummen kommt bei den Anhängern gut an.
Viele Fans sehen sowohl Saibari als auch Brown als Spieler mit enormem Entwicklungspotenzial, deren Marktwert in den kommenden Jahren noch deutlich steigen könnte.
„Wir verpflichten Nathaniel Brown und Ismael Saibari für jeweils 55 Millionen Euro und diskutieren trotzdem darüber, ob Eberl bleiben sollte. Das sind auf dem heutigen Markt absolute Schnäppchen“, schrieb ein weiterer Nutzer.
Kann Eberl die Kritiker überzeugen?

Intern bleibt die Situation dennoch spannend.
Es gilt als offenes Geheimnis, dass es innerhalb des Aufsichtsrats unterschiedliche Meinungen zur Arbeit von Eberl gibt. Vor allem Uli Hoeneß werden immer wieder Zweifel an einzelnen Entscheidungen nachgesagt.
Gleichzeitig sprechen die sportlichen Entwicklungen zunehmend für den Sportvorstand. Mit Michael Olise und Luis Díaz landeten die Bayern zuletzt mehrere Volltreffer auf dem Transfermarkt. Auch Vincent Kompany genießt weiterhin sehr großes Vertrauen.
Sollten nun auch Saibari und Brown einschlagen, könnte sich die Wahrnehmung rund um Eberl nachhaltig verändern.
Klar ist bereits jetzt: Während die Diskussionen in der Führungsetage weiterlaufen, haben viele Bayern-Fans ihre Entscheidung offenbar längst getroffen. Für sie ist Max Eberl aktuell ein zentraler Architekt des neuen Münchner Kaders – und jemand, mit dem der Rekordmeister auch in Zukunft planen sollte.

