Jamal Musiala sorgte beim WM-Auftakt Deutschlands gegen Curaçao sportlich für Schlagzeilen. Schon vor dem Anpfiff rückte der Bayern-Star jedoch unfreiwillig in den Fokus – wegen einer kuriosen FIFA-Vorgabe.
Die Weltmeisterschaft 2026 steht nicht nur für hochklassigen Fußball, sondern auch für strenge Vermarktungsregeln. Die FIFA achtet bei ihrem Prestige-Turnier penibel darauf, dass ausschließlich offizielle Sponsoren sichtbar präsentiert werden.
Davon betroffen sind selbst die größten Stars des Turniers.
Vor dem deutschen Auftaktspiel gegen Curaçao musste Jamal Musiala deshalb eine ungewöhnliche Maßnahme ergreifen. Der Offensivspieler des FC Bayern betrat den Rasen wie gewohnt mit seinen Beats-by-Dre-Kopfhörern. Allerdings war das bekannte Markenlogo auf dem Kopfhörer plötzlich nicht mehr zu sehen.
FIFA zwingt Musiala zum Abkleben
Der Grund: Beats by Dre gehört seit 2014 zum Apple-Konzern und zählt nicht zu den offiziellen Sponsoren der Weltmeisterschaft.
Deshalb erhielt Musiala die Anweisung, das markante „b“-Logo auf seinen Kopfhörern zu verdecken. Kurzerhand wurde das Emblem mit einem schwarzen Tape-Streifen abgeklebt.
Besonders bemerkenswert: Musiala ist selbst Werbegesicht der Marke und tritt regelmäßig in Kampagnen des Unternehmens auf. Die FIFA machte in diesem Fall dennoch keine Ausnahme.
Sponsorenregeln gelten für alle
Musiala ist dabei keineswegs ein Einzelfall.
Die FIFA verfolgt bei der WM eine klare Strategie und schützt die Rechte ihrer offiziellen Partner konsequent. Sichtbare Werbung von Unternehmen, die nicht zum Sponsorenkreis gehören, soll möglichst verhindert werden.
Das betrifft nicht nur Spieler, sondern auch die Austragungsorte des Turniers.
So mussten mehrere bekannte Stadionnamen während der Weltmeisterschaft geändert werden. Das MetLife Stadium wird offiziell als „New York New Jersey Stadium“ geführt, das Levi’s Stadium als „San Francisco Bay Area Stadium“ und das SoFi Stadium als „Los Angeles Stadium“.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt zuletzt die Situation in San Francisco. Dort musste Levi’s sein großes Logo am Stadion auf FIFA-Anweisung verdecken. Das Unternehmen reagierte jedoch kreativ und machte aus der Situation eine Marketingaktion.
Der Namenszug wurde mit einem auffälligen weißen Überhang verhüllt. Gleichzeitig passte Levi’s seine Logos auf den eigenen Social-Media-Kanälen entsprechend an.
Die Aktion verbreitete sich rasch im Internet und sorgte weltweit für positive Reaktionen. Viele Nutzer feierten die kreative Umsetzung und bescherten dem Unternehmen damit letztlich genau die Aufmerksamkeit, die durch die FIFA-Regel eigentlich verhindert werden sollte.
Musiala überzeugt lieber auf dem Platz

Für Jamal Musiala dürfte die Diskussion um seine Kopfhörer dagegen schnell abgehakt sein.
Der Bayern-Star konzentrierte sich nach der kuriosen Szene auf das Sportliche und überzeugte beim 7:1-Erfolg gegen Curaçao mit einer starken Leistung. Mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 setzte er ein wichtiges Ausrufezeichen und zeigte, dass er bei der Weltmeisterschaft zunehmend in Form kommt.
Auch wenn die FIFA bei Sponsorenfragen keine Kompromisse kennt, dürfte Musiala deutlich lieber mit seinen Aktionen auf dem Platz Schlagzeilen schreiben als mit abgeklebten Kopfhörern.

