Manuel Neuer hat sein WM-Comeback erfolgreich hinter sich gebracht. Beim 7:1-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao kehrte der Bayern-Kapitän auf die große Bühne zurück. Nun steht der 40-Jährige unmittelbar vor einem historischen Meilenstein.
Die Rückkehr von Manuel Neuer in die deutsche Nationalmannschaft war eines der großen Themen vor Beginn der Weltmeisterschaft 2026. Nach monatelangen Diskussionen und seinem erfolgreichen Comeback beim FC Bayern setzte Bundestrainer Julian Nagelsmann im WM-Auftaktspiel gegen Curaçao wie erwartet auf den Routinier.
Für Neuer war die Partie ein ganz besonderer Moment.
Nach dem Spiel sprach der Weltmeister von 2014 offen über seine Gefühle und erklärte, dass sich das Comeback beinahe wie sein erstes Länderspiel angefühlt habe. Die lange Wartezeit habe die Vorfreude auf diesen Moment noch einmal verstärkt.
Sportlich verlief der Abend ebenfalls erfolgreich. Deutschland gewann souverän mit 7:1. Zwar musste Neuer einen Gegentreffer hinnehmen, beim abgefälschten Schuss der Curaçao-Auswahl war der Bayern-Keeper allerdings machtlos.
Neuer zieht mit Hugo Lloris gleich
Mit seinem Einsatz gegen Curaçao stellte Neuer bereits eine beeindruckende Bestmarke ein.
Es war sein 20. Spiel bei einer Weltmeisterschaft. Damit zog der 40-Jährige mit Frankreichs Weltmeister Hugo Lloris gleich, der bislang den Rekord für die meisten WM-Einsätze eines Torhüters hielt.
Für Neuer könnte dieser Gleichstand allerdings nur von kurzer Dauer sein.
Sollte der Bayern-Kapitän im kommenden Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste erneut zwischen den Pfosten stehen, würde er die Bestmarke alleine übernehmen und zum erfolgreichsten WM-Torhüter der Geschichte aufsteigen.
Der Rekord könnte noch deutlich wachsen

Vieles spricht dafür, dass Neuer diesen Meilenstein bereits im nächsten Spiel erreichen wird.
Julian Nagelsmann hat den 40-Jährigen klar als Nummer eins für das Turnier eingeplant. Solange keine Verletzung oder körperliche Probleme dazwischenkommen, dürfte Neuer auch in den kommenden Begegnungen das deutsche Tor hüten.
Dadurch könnte der Rekord im Laufe des Turniers sogar noch deutlich ausgebaut werden.
Neuer feierte sein WM-Debüt bereits 2010 in Südafrika. Es folgten die Turniere in Brasilien, Russland, Katar und nun Nordamerika.
Besonders unvergessen bleibt natürlich der Titelgewinn 2014 in Brasilien, als der Bayern-Keeper maßgeblichen Anteil am vierten WM-Stern der deutschen Nationalmannschaft hatte und anschließend als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet wurde.
Große Namen hinter Neuer
Ein Blick auf die ewige WM-Rangliste der Torhüter verdeutlicht die Dimension dieser Leistung.
Hinter Neuer und Lloris folgen mit jeweils 18 Einsätzen Brasiliens Weltmeister Claudio Taffarel sowie Bayern-Legende Sepp Maier. Dahinter rangieren Dino Zoff, Fabien Barthez und Iker Casillas mit jeweils 17 WM-Spielen.
Bemerkenswert dabei: Kein aktiver Torhüter befindet sich aktuell in unmittelbarer Nähe dieser Werte.
Manuel Neuer steht damit kurz davor, sich endgültig an die Spitze einer ganz besonderen Statistik zu setzen. Sollte Deutschland seinen Weg bei der Weltmeisterschaft fortsetzen, könnte der Bayern-Kapitän seine historische Bestmarke in den kommenden Wochen sogar noch deutlich ausbauen.

