Josip Stanisic sorgt bei der Weltmeisterschaft 2026 nicht nur mit seinen Leistungen in der Defensive für Aufsehen. Der Bayern-Profi führt aktuell sogar das offizielle Tempo-Ranking des Turniers an und lässt dabei zahlreiche Offensivspieler hinter sich.
Während die Aufmerksamkeit bei der WM meist auf die spektakulären Tore und Dribblings der Offensivstars gerichtet ist, sorgt ein Verteidiger des FC Bayern aktuell mit einer ganz anderen Bestmarke für Schlagzeilen.
Josip Stanisic ist derzeit der schnellste Spieler der laufenden Weltmeisterschaft 2026.
Laut den offiziellen Turnierdaten wurde der kroatische Nationalspieler bei der 2:4-Niederlage Kroatiens gegen England mit einer Höchstgeschwindigkeit von 35,9 km/h gemessen. Damit führt der Bayern-Profi das Ranking aller WM-Teilnehmer an.
Stanisic lässt bekannte Tempodribbler hinter sich
Besonders bemerkenswert ist dabei die Konkurrenz, die Stanisic aktuell hinter sich lässt.
Auf Platz zwei folgt Wilfried Singo von der Elfenbeinküste mit 35,8 km/h. Rang drei teilen sich DFB-Star Nathaniel Brown und Algeriens Rafik Belghali mit jeweils 35,7 km/h.
Auch Spieler wie Noni Madueke, Nicolas González oder Nélson Semedo befinden sich in den Top Ten des Rankings.
Dass ausgerechnet ein Defensivspieler die gesamte Konkurrenz anführt, überrascht viele Beobachter. Stanisic wird vor allem für seine Vielseitigkeit, seine Zweikampfstärke und seine taktische Disziplin geschätzt. Seine außergewöhnlichen Sprintwerte standen bislang deutlich weniger im Fokus.
Wichtige Eigenschaft für Kompanys Spielidee
Für Vincent Kompany dürfte diese Entwicklung besonders erfreulich sein.
Der Bayern-Coach setzt auf ein aggressives Pressing, hohe Intensität und eine weit aufgerückte Defensive. In einem solchen System sind schnelle Verteidiger unverzichtbar, um große Räume absichern und gegnerische Konter unterbinden zu können.
Genau hier bringt Stanisic ideale Voraussetzungen mit.
Seine Geschwindigkeit erlaubt es ihm nicht nur, auf der Außenbahn gegen schnelle Flügelspieler zu bestehen, sondern auch in der Innenverteidigung weite Wege abzusichern. Diese Flexibilität macht ihn zu einem wertvollen Baustein im Kader des Rekordmeisters.
Ob als Rechtsverteidiger, Linksverteidiger oder Innenverteidiger – Stanisic überzeugt vor allem durch seine Zuverlässigkeit und seine mannschaftsdienliche Spielweise. Spektakuläre Schlagzeilen produziert der Kroate eher selten.
Mit seinen 35,9 km/h bewegt er sich in einem Bereich, der normalerweise Flügelstürmern und Tempodribblern vorbehalten ist. Dass er diesen Wert auf der größten Bühne des Weltfußballs erreicht, unterstreicht seine hervorragende körperliche Verfassung.
Ob Stanisic die Spitzenposition bis zum Ende des Turniers verteidigen kann, bleibt abzuwarten.


